Von einer Erektionsstörung spricht man, wenn ein Mann über längere Zeit keine Erektion bekommen kann oder der Penis vorzeitig erschlafft. Erst wenn das Problem über sechs Monate besteht und in mehr als zwei Dritteln der Versuche auftritt, gilt es als behandlungsbedürftig.
Erektionsstörungen, medizinisch erektile Dysfunktion genannt, betreffen Männer jeden Alters. Dabei gelingt es nicht, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von körperlichen Erkrankungen bis zu psychischen Belastungen. Besonders mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit. Studien gehen davon aus, dass weltweit über 150 Millionen Männer betroffen sind.
Die Beschwerden zeigen sich meist schleichend. Typisch ist, dass der Penis nicht ausreichend steif wird oder die Erektion zu kurz anhält. Bei körperlichen Ursachen fehlen oft auch nächtliche Spontanerektionen. Psychisch bedingte Störungen treten häufig plötzlich auf und sind situationsabhängig.
Erektionsstörungen können das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen und zu Partnerschaftsproblemen führen. Auch psychische Folgeerkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen treten bei einigen Betroffen auf. Zudem kann eine erektile Dysfunktion Hinweis auf andere Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen sein.
Die Ursachen sind oft komplex und können sich gegenseitig verstärken. Häufige körperliche Auslöser sind:
Zu den psychischen Ursachen zählen unter anderem Stress, Ängste, Beziehungsprobleme und Depressionen.
Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung begünstigen zusätzlich eine erektile Dysfunktion.
Er prüft mögliche körperliche Ursachen, misst Hormonwerte und kann Medikamente wie PDE-5-Hemmer verschreiben. Diese verbessern die Durchblutung im Penis. Bei psychischen Ursachen kann eine Sexualtherapie helfen.
Bewegung, gesunde Ernährung und Stressabbau kann bereits viel bewirken. Ärztliche Hilfe ist gefragt, wenn die Beschwerden dauerhaft bestehen oder sich verschlimmern.
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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