Zahnschmerzen können heftige Pein bereiten, und sie kommen nicht immer aus den Zähnen. Im Folgenden die wichtigsten Ursachen und Tipps, um die Zeit bis zum Zahnarztbesuch schmerzarm zu überbrücken.

Die häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen: Karies und Parodontitis. Schmerzen, die daraus resultieren, unterscheiden sich abhängig von der Schädigung. Sie können stechen, drücken oder pulsieren. Bei Karies als einer der häufigsten Infektionskrankheiten in den Industrieländern treten Schmerzen sporadisch auf oder sie halten an. Auch der Genuss süßer, heißer oder kalter Nahrung bereitet oft Schmerzen. Für den Urlaub tückisch: Sinkt der Luftdruck, etwa, weil man fliegt oder in die Berge fährt, können Zahnschmerzen auftreten.
Tun die Zähne weh, kann dies auch an überempfindlichen Zähnen liegen. Diese haben verschiedene Ursachen:
Bleiben provisorische Zahnfüllungen zu lange im Zahn, kann zwischen Füllung und Zahn ein Spalt entstehen, der Speisen und Getränke bis zum Nerv hindurch lässt. Das tut dann weh. Nicht nur deshalb, sondern auch wegen der hohen Kariesgefahr sollte man in einem solchen Fall die Füllung gegen eine haltbare Variante austauschen lassen. Darauf weisen Schmerzen hin, die nur beim Kauen auftreten. Weil das Gebiss bei schlecht sitzendem Ersatz nicht mehr passgenau arbeiten kann, verstärkt sich der Druck auf manche Regionen stark. Das wiederum kann Zahnnerven reizen. Behandelt werden muss diese Zahnschmerzursache, weil dauernde Fehlbelastung die betroffenen Zahnnerven sogar abtöten kann.
Nicht bei jedem Menschen sind sie angelegt, doch wenn, bereiten sie oft zwischen dem 16. und dem 40. Lebensjahr Malheur. Dann wollen sie raus und bedrängen dabei die bereits vorhandenen Zähne. Denn das Gebiss des Menschen der Neuzeit hat für sie keinen Platz mehr. Schmerzen entstehen, wenn ein Weisheitszahn quer oder waagerecht im Kiefer wächst, wenn er andere Zähne verdrängt, wenn er so eng am Nachbarn wächst, dass die Zähne nicht mehr gut geputzt werden können, oder wenn er sich entzündet. Über die Behandlung entscheidet der Zahnarzt nach Röntgenaufnahmen.
Zahnschmerzen können auch Symptom einer organischen Erkrankung im Körper sein. So kann etwa ein Angina pectoris-Anfall des Herzens auch in den Zähnen schmerzen, ebenso ein Herzinfarkt, Kopfschmerzen oder Migräne.
Gegen akute Zahnschmerzen gibt es potente Schmerzmittel, so etwa solche mit dem Wirkstoff Ibuprofen. Auch Paracetamol sowie Acetylsalicylsäure (ASS) können helfen. ASS sollte man allerdings einige Tage vor einem anstehenden Zahnarztbesuch nicht mehr einnehmen, denn sie verdünnt das Blut. Bei einem zahnärztlichen Eingriff könnte das zu übermäßigen Blutungen führen.
Als Hausmittel bei Zahnweh eignen sich Salbeitee, zum Kauen Gewürznelke so wie kühlende Umschläge. Auf Dauer kann allerdings nur einer Abhilfe schaffen: der Zahnarzt.
Apothekerin Isabel Weinert
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