Junge Menschen in Deutschland greifen später und seltener zu Alkohol als noch vor 20 Jahren. Erst mit 15,1 Jahren trinken Jugendliche im Durchschnitt ihr erstes Glas. Riskantes Rauschtrinken bleibt jedoch vor allem unter jungen Männern verbreitet.

Laut einer aktuellen Befragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) genehmigen sich Jugendliche ihr erstes alkoholisches Getränk heute im Durchschnitt mit 15,1 Jahren. Vor 20 Jahren lag das durchschnittliche Alter noch bei 14,1 Jahren – und damit ein Jahr niedriger als heute. Zudem hat inzwischen mehr als ein Drittel der unter 18-Jährigen noch nie Alkohol getrunken. Im Jahr 2001 traf dies lediglich auf 11,7 Prozent der männlichen und 14,5 Prozent der weiblichen Jugendlichen zu.
Auch der regelmäßige Alkoholkonsum erreichte 2025 einen historischen Tiefstand: 6,8 Prozent der Jugendlichen und 25 Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal pro Woche Alkohol getrunken zu haben.
Für die Studie befragte das BIÖG 7.001 junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren. Dabei wurde auch erfasst, ob sie in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal bis zum Rausch getrunken hatten. Als Rauschtrinken gelten mindestens fünf alkoholische Getränke an einem Abend bei Männern beziehungsweise mindestens vier bei Frauen.
Bei jungen Frauen sank dieser Anteil innerhalb von zwei Jahren deutlich von 32 auf 26,1 Prozent. Unter Jugendlichen blieb er dagegen etwa auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie: 15 Prozent der unter 18-Jährigen hatten in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal bis zum Rausch getrunken. Den höchsten Wert verzeichneten junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren mit 45,8 Prozent.
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