Alkohol und Leber: Studie warnt vor Rausch und Exzessen am Wochenende

Katrin Faßnacht-Lee  |  07.04.2026 11:23 Uhr

Wer unter der Woche wenig Alkohol konsumiert, kann am Wochenende bedenkenlos mehr trinken, oder? Davon gehen viele Menschen aus. Doch eine aktuelle Studie zeigt, dass genau das der Leber gefährlich wird – besonders bei Menschen mit Fettleber-Erkrankung.

Eine Freundesgruppe stößt mit unterschiedlcihen alkoholischen Drinks an.
Auch gelegentliches Rauschtrinken am Wochenende kann die Leber nachhaltig schädigen.
© blackday/iStockphoto

Ein Rausch im Monat erhöht Leber-Risiko

Entscheidend ist laut der Studie der University of Sothern California demnach nicht nur, wie viel Alkohol insgesamt getrunken wird, sondern auch, wie er verteilt ist. Beim sogenannten Rauschtrinken – schon einmal im Monat reicht – steigt das Risiko für Leberschäden erheblich. Rauschtrinken ist definiert als vier oder mehr Drinks bei Frauen beziehungsweise fünf oder mehr bei Männern an einem Tag.

Menschen mit Fettleber besonders gefährdet

Die Forschenden untersuchten Daten von insgesamt 8.000 Erwachsenen und richteten besonderes Augenmerk auf Menschen mit einer MASLD (Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung), auch als Nicht-alkoholische Fettleber bekannt. Diese betrifft etwa jeden dritten Erwachsenen und tritt häufig zusammen mit Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes auf.

Das Ergebnis der Studie: Menschen mit MASLD entwickeln etwa dreimal häufiger eine fortgeschrittene Leberfibrose, wenn sie sich gelegentlich am Wochenende betrinken. Dabei handelt es sich um eine gefährliche Vernarbung des Organs.

Mehr Leberfibrose durch Party-Trinken

Große Alkoholmengen auf einmal überlasten die Leber, fördern Entzündungen und begünstigen langfristige Schäden. Je mehr auf einmal konsumiert wird, desto stärker scheint dieser Effekt zu sein. Studienleiter Brian P. Lee betont: „Obwohl sich diese Studie auf Patientinnen und Patienten mit MASLD konzentrierte, könnten die Ergebnisse auch für eine breitere Patientengruppe relevant sein.“

Sein Fazit: Auch gelegentliches starkes Trinken sollte vermieden werden – selbst dann, wenn man sonst maßvoll konsumiert.

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