Migräne wird oft als typisches Frauenleiden wahrgenommen, doch die Realität sieht anders aus. Auch Männer sind häufig von dieser Krankheit betroffen, allerdings zeigt sie sich bei ihnen oft auf andere Weise. Darauf weist die Deutsche Hirnstiftung hin.

Eine aktuelle Untersuchung legt nahe, dass Migräne bei Männern häufig nicht diagnostiziert wird. Die Deutsche Hirnstiftung nennt dafür zwei mögliche Gründe: Migräne gelte noch immer als Frauenkrankheit, Männer würden daher seltener dahingehend untersucht. Der Studie zufolge suchen sie auch seltener als Frauen ärztlichen Rat und halten die Schmerzen lieber aus.
Leitsymptom der Migräne ist ein pulsierender, einseitiger Kopfschmerz, der sich bei Bewegung verschlimmert – oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Bei Männern macht sich eine Migräne jedoch oft anders bemerkbar: Sie leiden häufiger als Frauen unter sogenannten Aura-Symptomen. Dazu gehören:
„Bei Männern sind die charakteristischen Symptome oftmals nicht voll oder anders ausgeprägt. Dann ist es schwierig, die richtige Diagnose zu stellen“, erklärt Prof. Dr. Christian Maihöfner, Kopfschmerzexperte der Deutschen Hirnstiftung.
Wenn Sie auffällig starke oder häufige Kopfschmerzen haben oder neue Symptome auftreten, rät die Hirnstiftung dazu, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Für den Arztbesuch hilft es, Antworten auf folgende Fragen vorzubereiten:
Quelle: DOI 10.1186/s10194-024-01936-7
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