Einmal pro Woche ein frisches Handtuch? Das reicht nicht in jedem Badezimmer. Ein Dermatologe erklärt, warum feuchte Handtücher zum Hygieneproblem werden können, wann sie sofort in die Wäsche gehören und worauf man beim Waschen achten sollte.

Handtücher und Badetücher sollten mindestens einmal pro Woche gewaschen oder durch frische ersetzt werden. Das empfiehlt der Dermatologe Dr. Alok Vij von der Cleveland Clinic in Ohio. In feuchten oder schlecht belüfteten Badezimmern kann ein häufigerer Wechsel sinnvoll sein. Denn je länger ein benutztes Handtuch feucht bleibt, desto günstiger sind die Bedingungen für Keime. Bei hoher Luftfeuchtigkeit rät der Experte deshalb dazu, Handtücher zwei- bis dreimal pro Woche zu wechseln.
Für Waschlappen gelten strengere Regeln: Sie sollten mindestens zweimal pro Woche ausgetauscht und nicht mit anderen Familienmitgliedern geteilt werden.
Auch nach dem Sport ist Vorsicht geboten. Wer sein feuchtes Duschtuch nach dem Fitnessstudio längere Zeit in der Tasche liegen lässt, sollte es vor der nächsten Nutzung waschen. Für Handtücher, die beim Training zum Abwischen von Schweiß verwendet werden, empfiehlt sich ebenfalls nach jedem Gebrauch ein frisches Exemplar.
Besonders wichtig ist Hygiene bei Hautproblemen oder Erkrankungen. Wer beispielsweise offene Wunden, Hautausschläge oder eine geschädigte Hautbarriere hat, sollte Handtücher häufiger wechseln. Das gilt auch während einer Krankheit. Handtücher sollten dann möglichst nicht gemeinsam benutzt werden.
Nach dem Duschen ist der Körper sauber. Trotzdem gelangen beim Abtrocknen abgestorbene Hautzellen, Feuchtigkeit und andere Rückstände auf das Handtuch. Darin können sich Bakterien und Pilze vermehren. Auch andere Krankheitserreger können auf feuchten Textilien längere Zeit überleben.
Verunreinigte Handtücher können die Übertragung von Hautinfektionen wie Fußpilz oder Ringelflechte begünstigen. Auch Viren, die Warzen verursachen, können über gemeinsam benutzte Textilien weitergegeben werden. Bei Menschen mit Ekzemen oder Neurodermitis können verschmutzte Handtücher zudem Hautbeschwerden verschlimmern.
Wie groß das Infektionsrisiko im Einzelfall ist, hängt unter anderem davon ab, welche Erreger vorhanden sind und wie das Handtuch verwendet wird.
Neben dem regelmäßigen Wechsel kommt es darauf an, dass Handtücher zwischen zwei Anwendungen vollständig trocknen können. Der Dermatologe empfiehlt folgende Maßnahmen:
Neue Handtücher sollten vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden. So lassen sich mögliche Rückstände aus der Herstellung entfernen.
Für den Alltag gilt: Mindestens einmal pro Woche ein frisches Handtuch verwenden. Bleibt es lange feucht, riecht unangenehm oder wurde beim Sport stark beansprucht, sollte es früher in die Wäsche.
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