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Wie oft sollte man Handtücher waschen? Dermatologe erklärt, wann es häufiger sein muss

Natascha Schleif  |  08.10.2026 10:54 Uhr

Einmal pro Woche ein frisches Handtuch? Das reicht nicht in jedem Badezimmer. Ein Dermatologe erklärt, warum feuchte Handtücher zum Hygieneproblem werden können, wann sie sofort in die Wäsche gehören und worauf man beim Waschen achten sollte.

Frau, trocknet ihr Gesicht mit einem Handtuch ab.
Handtücher sollten mindestens einmal pro Woche gewechselt und gewaschen werden - in manchen Fällen auch öfter.
© seb_ra/iStockphoto

Handtücher und Badetücher sollten mindestens einmal pro Woche gewaschen oder durch frische ersetzt werden. Das empfiehlt der Dermatologe Dr. Alok Vij von der Cleveland Clinic in Ohio. In feuchten oder schlecht belüfteten Badezimmern kann ein häufigerer Wechsel sinnvoll sein. Denn je länger ein benutztes Handtuch feucht bleibt, desto günstiger sind die Bedingungen für Keime. Bei hoher Luftfeuchtigkeit rät der Experte deshalb dazu, Handtücher zwei- bis dreimal pro Woche zu wechseln.

Wann Handtücher häufiger gewechselt werden sollten

Für Waschlappen gelten strengere Regeln: Sie sollten mindestens zweimal pro Woche ausgetauscht und nicht mit anderen Familienmitgliedern geteilt werden.

Auch nach dem Sport ist Vorsicht geboten. Wer sein feuchtes Duschtuch nach dem Fitnessstudio längere Zeit in der Tasche liegen lässt, sollte es vor der nächsten Nutzung waschen. Für Handtücher, die beim Training zum Abwischen von Schweiß verwendet werden, empfiehlt sich ebenfalls nach jedem Gebrauch ein frisches Exemplar.

Besonders wichtig ist Hygiene bei Hautproblemen oder Erkrankungen. Wer beispielsweise offene Wunden, Hautausschläge oder eine geschädigte Hautbarriere hat, sollte Handtücher häufiger wechseln. Das gilt auch während einer Krankheit. Handtücher sollten dann möglichst nicht gemeinsam benutzt werden.

Warum sich Keime in feuchten Handtüchern vermehren

Nach dem Duschen ist der Körper sauber. Trotzdem gelangen beim Abtrocknen abgestorbene Hautzellen, Feuchtigkeit und andere Rückstände auf das Handtuch. Darin können sich Bakterien und Pilze vermehren. Auch andere Krankheitserreger können auf feuchten Textilien längere Zeit überleben.

Verunreinigte Handtücher können die Übertragung von Hautinfektionen wie Fußpilz oder Ringelflechte begünstigen. Auch Viren, die Warzen verursachen, können über gemeinsam benutzte Textilien weitergegeben werden. Bei Menschen mit Ekzemen oder Neurodermitis können verschmutzte Handtücher zudem Hautbeschwerden verschlimmern.

Wie groß das Infektionsrisiko im Einzelfall ist, hängt unter anderem davon ab, welche Erreger vorhanden sind und wie das Handtuch verwendet wird.

Handtücher richtig waschen und trocknen

Neben dem regelmäßigen Wechsel kommt es darauf an, dass Handtücher zwischen zwei Anwendungen vollständig trocknen können. Der Dermatologe empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Handtücher ausgebreitet aufhängen: Auf einer Handtuchstange trocknen sie besser als zusammengeknüllt oder an einem Haken.
  • Geeignetes Waschprogramm wählen: Handtücher entsprechend dem Pflegeetikett mit Waschmittel und einem ausreichend warmen Waschprogramm reinigen. Bei besonderen Hygieneanforderungen kann ein heißeres Programm sinnvoll sein, sofern das Material dafür geeignet ist.
  • Bei hoher Luftfeuchtigkeit öfter wechseln: Trocknen Handtücher nur langsam, sollten sie zwei- bis dreimal pro Woche gewaschen werden.
  • Auf den Geruch achten: Riecht ein Handtuch muffig oder unangenehm, gehört es in die Wäsche. Bleibt der Geruch trotz gründlichen Waschens bestehen, sollte man es ersetzen.
  • Weichspüler sparsam verwenden: Rückstände im Gewebe können die Saugfähigkeit beeinträchtigen. Auch zu viele zusätzliche Waschmittelprodukte sind nicht sinnvoll.

Neue Handtücher sollten vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden. So lassen sich mögliche Rückstände aus der Herstellung entfernen.

Für den Alltag gilt: Mindestens einmal pro Woche ein frisches Handtuch verwenden. Bleibt es lange feucht, riecht unangenehm oder wurde beim Sport stark beansprucht, sollte es früher in die Wäsche.

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