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Wimpernverlängerung: Studie findet häufig gereizte Augen und verstopfte Lidranddrüsen

Peter Erik Felzer  |  30.09.2026 09:43 Uhr

Wimpernverlängerungen (engl. lash extensions) lassen die Wimpern länger und dichter wirken. Eine aktuelle Untersuchung bringt die regelmäßige Anwendung jedoch mit Augenreizungen, verstopften Lidranddrüsen und Demodex-Milben in Verbindung.

Frau mit Wimpernverlängerung
Wimpernverlängerungen sorgen für lange und dicht wirkende Wimpern, könnten aber die Gesundheit der Augenlider beeinträchtigen.
© Olesia Bekh/iStockphoto

Fast die Hälfte der Frauen mit Wimpernverlängerungen (engl. lash extensions) berichtete nach der Behandlung über Beschwerden wie Augenreizungen, Rötungen, Tränenfluss oder Juckreiz. Bei Frauen, die besonders häufig Lash Extensions erhalten hatten, fanden die Forscher zudem auffällig oft Veränderungen an den Drüsen der Augenlider.

Für die Untersuchung wurden 345 Frauen im Alter von 16 bis 28 Jahren befragt und untersucht. Knapp ein Viertel hatte bereits Wimpernverlängerungen genutzt. Mehr als die Hälfte der Anwenderinnen ließ die Extensions alle drei bis vier Wochen erneuern. Vorgestellt wurden die Ergebnisse auf dem Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS).

Bei häufiger Wimpernverlängerung zeigen sich Probleme mit den Lidranddrüsen

Besonders auffällig waren die sogenannten Meibom-Drüsen. Sie sitzen am Lidrand und produzieren ein fetthaltiges Sekret, das den Tränenfilm stabilisiert und verhindert, dass die Augenoberfläche zu schnell austrocknet.

Bei Frauen, die mindestens zehnmal eine Wimpernverlängerung erhalten hatten, zeigten 85 Prozent Anzeichen einer Funktionsstörung dieser Drüsen. Unter anderem waren Drüsen verstopft. Solche Veränderungen könnten eine mögliche Erklärung dafür sein, warum Anwenderinnen über trockene oder gereizte Augen klagen. Die kann jedoch nicht belegen, dass die Wimpernverlängerungen die Veränderungen tatsächlich verursacht haben.

Forscher finden auch Demodex-Milben an den Wimpern

Bei regelmäßigen Anwenderinnen fanden die Forscher außerdem häufig winzige Hautmilben der Art Demodex folliculorum an den Wimpern. Ihr Vorkommen allein ist noch kein Grund zur Sorge: Demodex-Milben finden sich grundsätzlich auch bei gesunden Menschen. Unter bestimmten Umständen können sie jedoch Beschwerden und Entzündungsreaktionen verursachen.

Die Studienergebnisse sprechen nach Ansicht der Autoren nicht dafür, grundsätzlich auf Wimpernverlängerungen zu verzichten. Sie unterstreichen jedoch die Bedeutung einer sorgfältigen Lid- und Wimpernhygiene. Wer nach Lash Extensions wiederholt Juckreiz, Rötungen oder gereizte Augen bemerkt, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen.

Quelle: Presseinformation zum 44. ESCRS Congress 2026

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