Packungsgröße im Blick behalten
Nicht nur der Zuckergehalt pro 100 Milliliter ist entscheidend, sondern auch die Größe eines Getränks. Dosen oder Getränkepäckchen werden in der Regel komplett ausgetrunken – und enthalten dadurch deutlich mehr Zucker, als vielen Menschen bewusst ist.
So viele Zuckerwürfel stecken in den Getränken
Um zu veranschaulichen, wie viel Zucker ein Getränk enthält, hat die Verbraucherzentrale den Zuckergehalt in Zuckerwürfeln dargestellt. Bei Getränken mit jeweils 330 Millilitern Inhalt ergeben sich folgende Zuckerwerte:
- Cola (Spitzenreiter): 12,1 Zuckerwürfel
- Orangina: 11 Zuckerwürfel
- Bluna: 10,6 Zuckerwürfel
- Paulaner Spezi: 10,1 Zuckerwürfel
- Almdudler: 8,7 Zuckerwürfel
- Fanta: 8,4 Zuckerwürfel
- Bionade: 5,5 Zuckerwürfel
Außerdem nennt die Verbraucherzentrale NRW:
- Capri-Sonne (200 ml): 5,5 Zuckerwürfel
- Durstlöscher Eistee (500 ml): 14,6 Zuckerwürfel
Zum Vergleich: Der höchste gemessene Zuckergehalt betrug 11 Gramm pro 100 Milliliter. Hochgerechnet auf eine 330-Milliliter-Dose oder -Flasche sind das rund 36 Gramm Zucker beziehungsweise 12,1 Zuckerwürfel. Damit wird bereits die empfohlene Höchstmenge für Kinder zwischen vier und sechs Jahren erreicht.
Wie viel Zucker wird empfohlen?
Nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten freie Zucker weniger als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen – besser wären weniger als fünf Prozent. Für Erwachsene entspricht das maximal 50 Gramm pro Tag, für Kinder zwischen vier und sechs Jahren höchstens 35 Gramm.
Was empfiehlt die Verbraucherzentrale
Gesüßte Erfrischungsgetränke sollten nur in Maßen getrunken werden. Als Durstlöscher empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW Wasser – auf Wunsch mit Beeren, Zitrusfrüchten, Minze oder Kräutern aromatisiert. Ebenfalls geeignet sind stark verdünnte Saftschorlen (drei Teile Wasser, ein Teil Saft) oder selbst gemachter, ungesüßter Eistee.
Quelle:Verbraucherzentrale: Zu viel Zucker in Erfrischungsgetränken