Viele Menschen reduzieren ihre Aktivität, wenn die Gelenke im Alter schmerzen. Das klingt zunächst logisch. Bewegungsmangel könnte die Belastbarkeit der Gelenke aber eher verschlechtern als verbessern. Darauf weist jetzt ein Übersichtsartikel des Wissenschaftsportals „The Conversation“ hin, der verschiedene Forschungsarbeiten zusammenfasst.
Krafttraining kann Gelenkschmerzen reduzieren
Eine zentrale Erkenntnis: Die Gelenkflüssigkeit wird durch Bewegung im Gelenk verteilt. Dadurch gelangen auch Nährstoffe besser zum Knorpel. Zudem wirken die Muskeln rund um die Gelenke wie Stoßdämpfer. Werden sie gestärkt, kann der Druck auf Knie, Hüfte oder andere Gelenke sinken. Untersuchungen weisen darauf hin, dass insbesondere Krafttraining für die Oberschenkelmuskulatur Gelenkschmerzen reduzieren kann.
Was das Risiko für Beschwerden beeinflusst
Neben der Muskelkraft nimmt mit dem Alter auch die sogenannte Propriozeption ab, also die Fähigkeit des Körpers, die eigene Position und Bewegung wahrzunehmen. Wenn diese Wahrnehmung nachlässt, können Gelenke ungleichmäßig belastet werden. Das kann den Verschleiß fördern. Auch falsch ausgeführte Übungen führen mitunter zu Verletzungen. Bewegung auf unterschiedlich festen Untergründen fordert Gelenke und Muskulatur dagegen, sich ständig anzupassen. Dadurch bleiben sie aktiv und beweglich. Menschen mit bestehenden Gelenkproblemen sollten Belastungen daher an ihre persönliche Situation anpassen und medizinischen Rat einholen.
Welche Aktivitäten als gelenkschonend gelten
Als besonders gelenkschonend gelten Sportarten und Bewegungsformen mit geringer Stoßbelastung. Dazu gehören:
Quelle: The common mistake that could make aging joints hurt more