Kniearthrose: Ursachen, Symptome und typische Beschwerden
Kniearthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen im Alter. Schmerzen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit könnten den Alltag betroffener Menschen stark einschränken. Viele greifen dann zu entzündungshemmenden Medikamenten, um ihre Beschwerden zu lindern. Diese können jedoch Nebenwirkungen wie Magen-Darm- oder Herz-Kreislauf-Probleme verursachen.
Studie zeigt: Diese Therapien helfen bei Kniearthrose besonders gut
Eine große Meta-Analyse mit fast 10.000 Patientinnen und Patienten zeigt nun: Knieorthesen, Hydrotherapie und Bewegung sind offenbar wirksame Alternativen zu Medikamenten. Die Forschenden untersuchten 12 verschiedene Therapieansätze – darunter Bewegung, Laser- und Hydrotherapie, elektrische Stimulation, Kinesio-Tape, Ultraschall, Einlagen und Knieorthesen. Das Ergebnis ist eindeutig: Nicht-medikamentöse Therapien spielen eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Kniearthrose.
Die Top 3 bei Kniearthrose: Bewegung, Bandagen und Wassertherapie
1. Knieorthesen und Bandagen stabilisieren das Gelenk
Knieorthesen schnitten in der Studie am besten ab. Sie entlasten das Gelenk, verbessern die Stabilität und können Schmerzen deutlich reduzieren. Viele Betroffene profitieren zudem von einer besseren Beweglichkeit im Alltag.
2. Bewegungstherapie: Aktiv gegen den Schmerz
Regelmäßige Bewegung gehört zu den wirksamsten Maßnahmen bei Kniearthrose. Gezielte Übungen stärken die Muskulatur rund um das Knie und entlasten so das Gelenk. Gleichzeitig hilft Bewegung, Schmerzen langfristig zu reduzieren und die Funktion zu verbessern.
3. Hydrotherapie: Sanftes Training im Wasser
Übungen im warmen Wasser – die sogenannte Hydrotherapie – sind besonders gelenkschonend. Der Auftrieb entlastet das Knie, während die Wärme die Muskeln lockert. Das erleichtert Bewegungen und kann Schmerzen spürbar lindern.
Weniger effektiv: Aufwendige Hightech-Verfahren
Im Vergleich dazu schnitten einige technisch aufwendigere Behandlungen schlechter ab. High-Intensity-Lasertherapie oder Stoßwellentherapie zeigten nur moderate Effekte. Ultraschallbehandlungen erwiesen sich sogar als am wenigsten wirksam.
Das unterstreicht eine wichtige Erkenntnis: Nicht jede komplexe Therapie bringt automatisch bessere Ergebnisse.
Quelle: DOI 10.1371/journal.pone.0324864