Weltweit leben 846 Millionen Menschen unter 50 Jahren mit einer Genitalherpes-Infektion, so neueste Schätzungen in der Fachzeitschrift „Sexually Transmitted Infections“. Das bedeutet, dass etwa einer von fünf Menschen mit Herpes-simplex-Viren (HSV) infiziert ist.

Es gibt zwei Typen von Herpes-simplex-Viren, HSV-1 und HSV-2, die beide hoch ansteckend sind und die nach einer Infektion lebenslang im Körper verbleiben:
HSV-1 wird hauptsächlich durch Mundkontakt übertragen und verursacht die typischen „Herpesbläschen“ am Mund.
HSV-2 wird fast ausschließlich sexuell durch Hautkontakt übertragen und ist die häufigste Ursache für wiederkehrende schmerzhafte Genitalbläschen.
Die Forschenden liefern Schätzungen zu Infektionen mit Herpes-simplex-Viren Typ 1 und 2:
Aufgrund dieser Ergebnisse mahnen die Forschenden die Entwicklung neuer Behandlungen und Impfstoffe an, um die Ausbreitung von Genitalherpes zu verringern: „Es besteht Bedarf an prophylaktischen und therapeutischen Impfstoffen gegen HSV zur Kontrolle der Übertragung und zur Eindämmung der Krankheit.“
Quelle: DOI 10.1136/sextrans-2024-056307
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