Triptane lindern die Schmerzen bei akuter Migräne wirksamer als neuere, oft teurere Medikamente. Das zeigt eine neue Studie in der Fachzeitschrift „BMJ“.

Nach einer Auswertung von 137 Studien mit fast 90.000 Teilnehmenden kommen die Forschenden zu dem Schluss, dass Triptane bei akuter Migräne die beste Behandlungsoption sind. Alle 17 Medikamente waren im Vergleich mit einem Placebo innerhalb von zwei Stunden wirksam. Bis auf Paracetamol und Naratriptan hielt die Schmerzlinderung bis zu 24 Stunden lang an.
Beim Vergleich der Medikamente untereinander zwei Stunden nach der Einnahme schnitt Eletriptan am besten ab, gefolgt von Rizatriptan, Sumatriptan und Zolmitriptan. Die beste langanhaltende Schmerzlinderung erreichten Eletriptan und Ibuprofen. Der Effekt von Lasmiditan, Rimegepant und Ubrogepant war dagegen eher mit dem von Paracetamol und ähnlichen entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAIDs) vergleichbar.
Migräne betrifft weltweit mehr als eine Milliarde Menschen und beeinträchtigt besonders häufig den Alltag von Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren. Triptane wirken, indem sie die Blutgefäße im Gehirn verengen und die Freisetzung von Botenstoffen verhindern, die Schmerzen und Entzündungen verursachen. Sie sind allgemein gut verträglich, können aber Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel, Schwächegefühl oder Engegefühl in der Brust haben. Bei häufiger Einnahme können sie einen Dauerkopfschmerz verursachen. Gegenanzeigen sind bestimmte Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen sowie Allergien.
Quelle: DOI 10.1136/bmj-2024-080107
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