Als Maria Branyas Morera im vergangenen Jahr im Alter von 117 Jahren und 168 Tagen in Spanien starb, war sie der älteste lebende Mensch der Welt. Ein Forschungsteam hat ihre Gene, Proteine, ihr Mikrobiom und ihren Stoffwechsel untersucht um herauszufinden, wie sie ein so hohes Alter erreicht hat.

Maria war in ihrem Leben geistig, körperlich und sozial aktiv, verbrachte viel Zeit mit Familie und Freunden – Faktoren, die Demenz vorbeugen. Sie ernährte sich gesund und hielt sich überwiegend an eine mediterrane Ernährungsweise. Den Forschenden fiel insbesondere Marias Vorliebe für Joghurt auf: Das fördert eine gesunde Darmflora – und tatsächlich wies ihr Darmmikrobiom die Eigenschaften einer deutlich jüngeren Person auf. „Mikroorganismen sind nicht nur für den Stoffwechsel unseres Körpers entscheidend, sondern auch für Entzündungen, die Darmdurchlässigkeit, die geistige Leistungsfähigkeit sowie für die Gesundheit von Knochen und Muskeln“, schreiben sie.
Auch „gute Gene“ spielen eine Rolle, und davon besaß Maria einige. Diese werden mit einem stärkeren Immunsystem, Schutz vor Herzerkrankungen und einem geringeren Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Umweltbedingten DNA-Markierungen (Methylierungen) nach wies Maria in drei untersuchten Geweben ein deutlich jüngeres biologisches Alter auf als ihr tatsächliches chronologisches Alter.
Weiter fanden die Forschenden, dass Maria einen effizienten Stoffwechsel hatte, der niedrigere „schlechte“ und höhere „gute“ Cholesterinwerte sowie ein geringes Entzündungsrisiko mit sich brachte.
Das Fazit der Forschenden: „Das Bild, das sich aus unserer Studie ergibt, zeigt, dass extrem hohes Alter nicht unbedingt mit einem schlechten Gesundheitszustand verbunden ist.“
Maria selbst führte ihr hohes Alter auf ein „geordnetes Leben und eine angenehme Umgebung“ zurück. Sie galt als Superzentenarierin – diese Menschen sind mindestens 110 Jahre alt. Nur einer von zehn Hundertjährigen schafft es, noch weitere zehn Jahre zu leben.
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