Eine Langzeitstudie zeigt: Viele Menschen behalten ihren Lebensstil aus dem Studium bei – oft mit negativen Folgen. Nur etwa jeder Fünfte verbessert seine Gewohnheiten nachhaltig.

Die Forschenden haben Studierende der Tufts University in Boston zu Beginn des Studiums und 11 bis 20 Jahre später nach ihrem Lebensstil befragt.
Das Ergebnis: Rund die Hälfte hat den Lebensstil aus jungen Jahren weitergeführt. Dabei wiesen etwa 37 Prozent einen mäßig gesunden Lebensstil zu beiden Zeitpunkten auf. Bei 32 Prozent hatte sich der Lebensstil verschlechtert und bei 19 Prozent verbessert.
Zwei Drittel der Befragten hielten Normalgewicht, ein Viertel hatte zugenommen und weniger als ein Prozent hatte abgenommen. Der Rest der Befragten blieb übergewichtig oder adipös. Die Häufigkeit von Übergewicht hatte sich von 12 auf 26 Prozent mehr als verdoppelt. Adipositas hatte in dem Zeitraum von 2 auf 8 Prozent zugenommen.
„Das Studium ist ein entscheidendes Zeitfenster, in dem junge Menschen mehr Autonomie gewinnen und ihre körperliche Aktivität, Ernährung und andere gesundheitsbezogene Verhaltensweisen stärker selbst steuern als in früheren Jahren“, sagte Dan Hatfield von der Tufts Universität. „Studierende auf den Weg zu einem gesunden Lebensstil zu bringen, kann langfristige Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden haben.“
Da viele Schulabgänger ein Studium beginnen, haben Universitäten die Chance, gesundheitsförderndes Verhalten zu unterstützen, zum Beispiel durch ein qualitativ hochwertiges und ausgewogenes Lebensmittelangebot in den Mensen und ein günstiges Sportangebot für alle Studierenden.
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