Kognitive Verhaltenstherapie und Programme zur körperlichen und geistigen Rehabilitation lindern möglicherweise die Symptome von Long-Covid. Doch Wunder bewirken diese Methoden vermutlich nicht: Die Wirkung scheint eher gering zu sein.

Online-Programme zur kognitiven Verhaltenstherapie kann bei Menschen mit Long-Covid möglicherweise Müdigkeit verringern und die Konzentration verbessern. Das zeigt eine übergreifende Auswertung von 24 Studien mit insgesamt 3.695 betroffenen Patienten.
Ebenso deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass Online-Programme für die kombinierte körperliche und psychische Rehabilitation die Symptome lindern, Anzeichen einer Depression verringern und die Lebensqualität verbessern. Weitere Studien sprechen für positive Effekte von Ausdauertraining.
Andere Behandlungen, darunter das Antidepressivum Vortioxetin, der Antikörper Leronlimab, Pro- und Präbiotika, das Antioxidans Coenzym Q10, Gehirntraining, transkranielle Gleichstromstimulation, inspiratorisches Muskeltraining, hyperbarer Sauerstoff und eine mobile Aufklärungs-App zu Long Covid zeigten dagegen keine Wirkung.
In dem Fachmagazin „BMJ“ kommen die Autoren der Übersichtsarbeit zu der Schlussfolgerung: „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass das Angebot einer kognitiven Verhaltenstherapie oder eines Programms zur körperlichen und geistigen Rehabilitation bei Menschen mit Long-Covid die Symptome wahrscheinlich verbessern wird.“ Da die Datenlage zu Long-Covid immer noch dünn ist, planen sie, diese Ergebnisse zu aktualisieren, sobald neue Forschungsergebnisse verfügbar werden.
Quelle: DOI 10.1136/bmj-2024-081318
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