Wie lässt sich die Arzneimittelversorgung in Deutschland langfristig sichern? Zum Deutschen Apothekertag fordert die ABDA von der Bundesregierung, Apotheken wirtschaftlich zu stärken, stärker in die Versorgung einzubinden und besser auf Krisen vorzubereiten.

Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist auch im ersten Halbjahr 2026 weiter gesunken. Nach Ansicht der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände stehen viele Betriebe trotz der geplanten schrittweisen Honorarerhöhung weiterhin unter wirtschaftlichem Druck. Ein Fünf-Punkte-Plan soll die Apotheken und damit die Versorgung der Bevölkerung stärken.
Mit diesen Maßnahmen will die Apothekerschaft die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung krisenfester und zukunftssicher machen:
Von einer stärkeren Einbindung der Apotheken sollen Patientinnen und Patienten unmittelbar profitieren. Das geplante Apothekenreformgesetz sieht unter anderem zusätzliche pharmazeutische Dienstleistungen und Impfangebote vor. Laut einer repräsentativen Umfrage unter 500 Apothekeninhaberinnen und -inhabern ist die Bereitschaft groß, solche Leistungen zeitnah anzubieten.
„Die Apotheken können in Zukunft deutlich mehr Leistungen anbieten als bisher. Bürgerinnen und Bürger werden davon unmittelbar profitieren können. Dieses Potenzial sollte die Politik auch konsequent in der geplanten Primärversorgung einsetzen“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis.
Die Forderungen stehen auch beim Deutschen Apothekertag im Mittelpunkt, der vom 15. bis 17. September in München stattfindet. Dort diskutieren mehr als 300 Delegierte über die Zukunft der Apotheken und der Arzneimittelversorgung.
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aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
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