Warum entsteht ein Blähbauch?
Hastiges Essen und blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Lauch, Kohlsorten, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte führen oft dazu, dass zu viel Luft in den Bauch gelangt oder sich vermehrt Gase im Darm bilden. Können diese nicht ausreichend auf natürlichem Wege wieder entweichen, bläht sich der Bauch auf. Fachleute sprechen von "Meteorismus". Oft kommen noch Symptome wie Aufstoßen, Druckgefühl, Schmerzen oder Völlegefühl hinzu.
Was schnell gegen Blähungen helfen kann
Tritt ein Blähbauch nur gelegentlich auf, müssen sich Betroffene keine Sorgen machen. Einfache Maßnahmen schaffen Abhilfe. Dazu gehören:
Eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn - sie folgt dem natürlichen Verlauf des Darms und schiebt die Luft nach draußen.
Eine Wärmeflasche oder ein Kirschkernkissen entspannen die Muskulatur im Bauchraum.
Anis, Kümmel, Fenchel oder Pfefferminze als Tee oder Teemischung aus der Apotheke wirken entblähend.
Bewegung, etwa der klassische Verdauungsspaziergang, hilft der Verdauung auf die Sprünge.
Sogenannte Entschäumer, zum Beispiel den Wirkstoff Simeticon als Tropfen, Kapseln, Granulat oder als Kautabletten sorgen dafür, dass sich die Gasblasen verkleinern. Das geht rasch und nimmt den Druck aus dem Bauchraum. Simeticon wirkt auf physikalischem Wege nur an Ort und Stelle, gelangt also nicht in andere Bereiche des Körpers.
Blähungen durch Lebensmittel vorbeugen
Vorbeugung wirkt beim Blähbauch manchmal Wunder. Langsam und in Ruhe zu essen, damit man keine Luft verschluckt, mindert bereits das Risiko. Gründliches Kauen ist ebenfalls wichtig. Auch ein gewissenhafter Blick auf den Teller lohnt sich: Nach welchen Lebensmitteln häufen sich die Beschwerden? Hier hilft es, die verzehrten Mengen zu reduzieren und dann nur langsam wieder zu steigern. Bei Vollkornprodukten lohnt es sich, beispielsweise auf feinkrumige Brote oder fein geschrotete Produkte zu setzen. Werden einzelne Lebensmittel gar nicht vertragen, streicht man sie besser vom Speiseplan.
Wann Blähungen ärztlich abgeklärt werden sollten
Treten die Beschwerden häufiger und mit Schmerzen auf, obwohl man wie gewohnt isst, hilft ein Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt weiter, um mögliche Ursachen herauszufinden und zu behandeln. Das gilt besonders, wenn untypische Symptome wie Fieber oder Blut im Stuhl auftreten. Manchmal kann hinter einem aufgeblähten Bauch auch eine Unverträglichkeit gegen Lebensmittel stecken, zum Beispiel eine Inzoleranz gegen Laktose, Fruktose oder Sorbit.