Wir haben die Gesundheit und ein gesundes Altern weitgehend selbst in der Hand, zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie in dem Fachblatt „Nature Medicine“: Der Lebensstil und die Lebensbedingungen haben einen viel größeren Einfluss auf die Gesundheit und das Altern als die Erbanlagen.

In der Studie erklärten Umweltfaktoren 17 Prozent der Variation der Sterblichkeit, die Erbanlagen dagegen nicht einmal zwei Prozent. Beeinflussbare Umweltfaktoren, die sich am meisten auf die Sterblichkeit und das biologische Altern auswirkten, waren Rauchen, der soziale und wirtschaftliche Status und körperliche Aktivität.
Die Studie identifizierte drei zentrale Faktoren, die sich stark auf das Risiko für Krankheiten und eine verkürzte Lebenserwartung auswirken:
Diese Umweltfaktoren hatten einen großen Einfluss auf Lungen-, Herz- und Lebererkrankungen, während die Erbanlagen für Demenz und Brustkrebs eine wichtige Rolle spielten.
Es war außerdem zu beobachten, dass auch Umstände im frühen Leben, z. B. das Körpergewicht mit zehn Jahren oder Rauchen der Mutter um die Geburt herum das Risiko für einen frühzeitigen Tod in späteren Jahren beeinflusste.
Prof. Cornelia van Duijn von der Universität Oxford sagte: „Während Gene eine Schlüsselrolle bei Gehirnerkrankungen und einigen Krebsarten spielen, zeigen unsere Ergebnisse Möglichkeiten auf, das Risiko für chronische Lungen-, Herz- und Lebererkrankungen zu mindern. Sie sind weltweit die Hauptursachen für Behinderungen und Todesfälle. Umweltfaktoren im frühen Leben sind besonders wichtig, da sie Gelegenheit bieten, langwierige Krankheiten und einen vorzeitigen Tod zu verhindern.“
Quelle: DOI 10.1038/s41591-024-03483-9
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