Mehr Fertigprodukte, mehr Fett in den Muskeln: Eine US-Studie liefert Hinweise auf Zusammenhänge zwischen hochverarbeiteten Lebensmitteln und Muskelqualität.

Wer mehr hochverarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte zu sich nimmt, hat mehr Fett im Muskelgewebe des Oberschenkels. Das ist die zentrale Aussage einer kleinen Studie, auf die die Radiologische Gesellschaft Nordamerikas hinweist. Sie betont: Der höhere Fettanteil im Muskel sei sogar unabhängig von der Energiezufuhr.
An der US-Studie nahmen 615 Menschen mit einem Durchschnittsalter von knapp 60 Jahren teil, die alle ein erhöhtes Risiko für Kniearthrose, aber noch keine Schmerzen hatten. Auch waren sie im Durchschnitt übergewichtig. Sie alle hatten Fragen zu ihrer Ernährung im vergangenen Jahr beantwortet und ein MRT der Oberschenkel gemacht. Außerdem rechnete das Team andere Faktoren wie die Gesamtaufnahme an Kalorien, soziodemographische Eigenschaften, Rauchen, Sport, Depression, BMI und Taillenumfang heraus.
So fand das Team heraus:
Bei Kniearthrose wird nach und nach der Gelenkknorpel und andere Gelenkstrukturen zerstört, was zu Schmerzen bei Belastung und einer eingeschränkten Beweglichkeit führt. Risikofaktoren sind höheres Lebensalter und Körpergewicht. „Kniearthrose kommt weltweit immer häufiger vor und ist ein teures Problem,“ erklärt Studienautorin Dr. Zehra Akkaya, University of California. „Kniearthrose hängt eng mit Übergewicht und ungesunden Lebensstilentscheidungen zusammen.“
Zudem sieht Dr. Akkaya einen Zusammenhang zum Trend zu hochverarbeiteten Lebensmitteln: „Über die vergangenen Jahrzehnte hinweg, parallel zu steigenden Fallzahlen von Adipositas und Kniearthrose, wurden die natürlichen Inhaltsstoffe in unserer Ernährung stetig ersetzt durch industriell-gefertigte, künstlich aromatisierte, gefärbte und chemisch veränderte Lebensmittel und Getränke, die als hochverarbeitet zu betrachten sind.“ Die Studie betrachtet nun, wie sich diese Lebensmittelgruppe auf die Körperzusammensetzung auswirkt.
Quelle: DOI 10.1148/radiol.251129
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