Suchen Sie in unseren Ratgebern nach Informationen rund um Gesundheit, Medizin und Ernährung
Hier finden Sie Notfallapotheken in Ihrer Nähe
Notdienstsuche
Hier finden Sie Apotheken in Ihrer Nähe
Apothekensuche

aponet.de wurde mit dem Focus Money Award 2025 ausgezeichnet!

Zum Focus Report
Impressum Datenschutz

Vitiligo

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  27.03.2026 00:00 Uhr

Vitiligo, auch Weißfleckenkrankheit genannt, ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, bei der es durch den Verlust von Pigmentzellen zu scharf begrenzten weißen Haut- und teilweise auch Haarverfärbungen kommt. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, verläuft individuell sehr unterschiedlich und ist nicht heilbar, lässt sich aber in ihrem Verlauf häufig beeinflussen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Vitiligo, auch Weissfleckenkrankheit genannt, ist eine chronische Hauterkrankung, bei der die Haut ihre Pigmentierung teilweise verliert. Ursache ist die Zerstörung von Pigmentzellen, die normalerweise für die Hautfärbung verantwortlich sind. Die betroffenen Hautstellen werden weiss, auch die Haare verlieren mitunter ihre Pigmentierung. Vitiligo betrifft Menschen jeden Alters, wobei die meisten Menschen zwischen 10 und 30 Jahren erkranken. Etwa 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Vitiligo ist weder ansteckend noch schmerzhaft. Sie gilt als nicht heilbar, kann aber in vielen Fällen behandelt und in ihrem Verlauf beeinflusst werden.

Symptome / Verlauf

Typisch für Vitiligo sind scharf begrenzte, helle Hautflecken, die sich deutlich von der umliegenden Haut abheben. Sie können klein beginnen und im Laufe der Zeit grösser werden oder sich vermehren. Besonders häufig betroffen sind Gesicht, Hände, Füsse, Ellenbogen, Knie sowie der Genital- und Achselbereich. Auch Haare in den betroffenen Hautarealen können sich weiss verfärben. Bei vielen Betroffenen treten die weissen Hautveränderungen symmetrisch auf beiden Körperseiten auf (nicht-segmentale Vitiligo). Bei anderen beschränken sich die Pigmentverluste nur auf bestimmte Areale (segmentale Vitiligo). Wie schnell sich die Weissfleckenkrankheit ausbildet, ist sehr unterschiedlich. Spontane Rückbildungen sind möglich, aber selten.

Folgen / Komplikationen

Vitiligo ist nicht schmerzhaft. Dennoch kann sie für Betroffene sehr belastend sein. Die sichtbaren Hautveränderungen führen bei vielen Menschen zu Verunsicherung, Scham oder einem verminderten Selbstwertgefühl. Besonders dann, wenn die Flecken im Gesicht oder an anderen gut sichtbaren Stellen auftreten, kann dies den Alltag, soziale Kontakte oder das Berufsleben beeinträchtigen. Ein weiterer Aspekt ist die erhöhte Empfindlichkeit der hellen Hautareale gegenüber Sonnenlicht. Da der natürliche Pigmentschutz fehlt, besteht dort ein erhöhtes Risiko für Sonnenbrand. Deshalb ist ein konsequenter Sonnenschutz besonders wichtig.

Ursachen / Risikofaktoren

Die genauen Ursachen der Vitiligo sind noch nicht vollständig geklärt. Eine erbliche Veranlagung scheint jedoch von Bedeutung zu sein, da die Erkrankung in manchen Familien gehäuft auftritt. Sie tritt ausserdem häufiger bei Menschen auf, die unter anderen Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto Thyreoiditis leiden. Die nicht-segmentale Vitiligo zählt selbst auch zu den Autoimmunerkrankungen, da das Immunsystem an der Zerstörung der pigmentproduzierenden Zellen beteiligt ist. Es gibt Hinweise, dass hormonelle Einflüsse, Kosmetika, bestimmte Nahrungsmittel oder Chlorwasser den Ausbruch und Verlauf von Vitiligo beeinflussen können.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Eine frühe und fachärztliche Betreuung kann helfen, den Verlauf der Vitiligo positiv zu beeinflussen. Der Arzt stellt die Diagnose in der Regel anhand des typischen Erscheinungsbildes der Haut. Je nach Ausprägung und Verlauf der Vitiligo können unterschiedliche Behandlungsoptionen in Betracht kommen. Ziel der Therapie ist es, die Ausbreitung der Erkrankung zu bremsen. Der Arzt berät individuell über mögliche Behandlungswege und begleitet den Verlauf der Erkrankung langfristig.
Das kann man selbst tun: Neben medizinischen Behandlungen spielen auch Aufklärung und ein bewusster Umgang mit der Erkrankung eine wichtige Rolle. Der Austausch mit anderen Betroffenen, etwa über Selbsthilfeorganisationen, kann entlastend wirken und helfen, besser mit der Situation umzugehen. Ausserdem ist ein konsequenter Sonnenschutz besonders wichtig, um die empfindlichen, hellen Hautstellen zu schützen.

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Sport & Fitness

Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben