Gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein: Ein Experte erklärt, wie Genuss und ausgewogene Ernährung im Alltag zusammenpassen.

Es gibt unzählige Ernährungstipps, und selbst die Empfehlungen von offiziellen Stellen und Fachleuten sind manchmal kaum zu durchschauen. Der Ernährungsexperte Dr. Matthew Landry rät, bei allem die Freude am Essen nicht aus dem Blick zu verlieren.
„Wenn wir Ernährungsempfehlungen zu kompliziert gestalten und uns die Freude am Essen nehmen, sind wir meiner Meinung nach auf dem Holzweg“, sagte Landry, der an der Universität Kalifornien in Irvine tätig ist. Er ist mit deftigem Essen aufgewachsen, das er zu hinterfragen begann, als seine beiden Großväter Herzinfarkte bekamen und einer von ihnen später an Herzversagen starb.
Hausmannskost und eine herzgesunde Ernährung müssen sich nicht gegenseitig ausschließen, meint Landry: „Wir können traditionelle Speisen genießen, solange wir sie nicht zu oft essen und bei reichhaltigen Gerichten auf die Portionsgröße achten. Wir können einige Rezepte auch kulturell angemessen anpassen, indem wir mehr Gemüse oder Vollkornprodukte hinzufügen.“
Landry empfiehlt gern, Lebensmittel bewusst auszuwählen und dabei auf Anteile bestimmter Nahrungsmittelgruppen zu achten: „Stellen Sie sich einen Teller vor. Füllen Sie die Hälfte mit Obst und Gemüse. Ein Viertel sollte aus Getreide bestehen, idealerweise Vollkornprodukten. Auf das restliche Viertel kommt Protein, egal ob mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte oder pflanzliche Proteinquellen wie Soja, Bohnen oder Hülsenfrüchte.“
Eine gesunde Ernährung ist nach Landrys Empfinden eine, die alltägliche Aktivitäten unterstützt und zum Wohlbefinden beiträgt. „Ich denke, das kann für jeden ganz unterschiedlich aussehen. Im Allgemeinen besteht eine gesunde Ernährung jedoch aus viel Obst und Gemüse. Sie beinhaltet auch Vollkornprodukte. Tierische Proteine können enthalten sein, müssen es aber nicht – in jedem Fall sollten es magere Proteinquellen sein. Bei all dem sollte Essen genussvoll und niemals langweilig sein.“
Quelle: Amerikanische Herz-Gesellschaft
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