Plötzlich ist er da: der große Hunger auf Schokolade, Chips oder andere Snacks – oft genau dann, wenn Stress oder Zeitdruck herrschen. Doch Heißhunger kommt nicht zufällig. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erklärt, welche typischen Auslöser dahinterstecken und wie sich Heißhungerattacken im Alltag vermeiden lassen.
Warum süßes Essen schnell wieder hungrig macht
Süße Snacks wie Gummibärchen, Kuchen oder gezuckerte Getränke lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen – und ebenso schnell wieder abfallen. Die Folge: Schon kurze Zeit später meldet sich erneut Hunger. Lebensmittel wie Gemüse, Obst oder Vollkornprodukte sorgen dagegen für einen gleichmäßigeren Blutzuckerverlauf und halten länger satt.
Verbote verstärken das Verlangen
Strenge Regeln nach dem Motto „Das darf ich nicht essen“ können Heißhunger sogar verstärken. Wer sich gelegentlich bewusst ein kleines Extra gönnt, beugt übermäßigem Verlangen vor. Als Orientierung empfiehlt das BZfE: Süßigkeiten oder Knabbereien sollten nicht mehr als eine Handvoll pro Portion sein.
Durst oder Hunger?
Oft wird Hunger mit Durst verwechselt. Ein einfaches Gegenmittel: Beim ersten Hungergefühl ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee trinken. Nicht selten verschwindet das vermeintliche Hungersignal schon nach wenigen Minuten.
Regelmäßige Mahlzeiten helfen
Große Pausen zwischen den Mahlzeiten begünstigen Heißhungerattacken. Das BZfE rät, keine Mahlzeit auszulassen und regelmäßig zu essen.
Drei Vorschläge für gesunde Snacks
Wer doch mal einen Snack braucht, auch wenn die meisten Erwachsenen mit drei ausgewogenen Hauptmahlzeiten ohne Heißhunger über den Tag kommen, sollte gut vorbereitet sein. Drei Vorschläge für gesunde Snacks:
- Fettarmer Naturjoghurt mit frischem Obst: Besonders gut geeignet für Heißhunger auf Süßes
- Rohkost mit einem würzigen Magerquark-Kräuterdip, etwa Gurke, Radieschen oder Paprika.
- Nüsse, im Idealfall ungesalzen: Oft genügt eine Handvoll, um den Heißhunger zu vertreiben. Aber Vorsicht: Nüssen schlagen kalorientechnisch schnell zu Gewicht.
Quelle: Bundeszentrum für Ernährung