Sieben von zehn Deutschen leiden unter Magen-Darm-Beschwerden. Vorn mit dabei: Völlegefühl, Magendrücken oder Verstopfung. Wer sanft, aber wirkungsvoll gegensteuern will, kann mit pflanzlichen Lebensmitteln und Wirkstoffen einiges erreichen.

Es ist kein angenehmes Thema, aber ein wichtiges: der Stuhlgang. Denn wer regelmäßig auf die Toilette gehen kann, fühlt sich wohler. Regelmäßig bedeutet übrigens zwischen dreimal am Tag und alle drei Tage den Darm zu entleeren. Bei Verstopfung hilft es, selbst aktiv zu werden. Und zwar im Wortsinn: Mehr Bewegung bringt auch den Darm auf Trab.
Auch die richtige Ernährung kann helfen. Gerade für Menschen, die wenig faserreiche Lebensmittel essen, bringen mehr Ballaststoffen Vorteile: Gemüse, Obst, Haferflocken, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte sorgen dafür, dass das Stuhlvolumen zunimmt und der Darm in Schwung kommt. Zusätzlich können Weizenkleie oder Flohsamen – zum Beispiel in den Joghurt gerührt – die Ballaststoffaufnahme erhöhen.
Wichtig ist auch, ausreichend zu trinken, nämlich 1,5 bis 2 Liter am Tag. Mehr Flüssigkeit bringt der Verdauung keinen Zusatznutzen. Ein Glas warmes Wasser am Morgen, zwei bis drei eingeweichte Trockenpflaumen oder -feigen oder zweimal täglich einen speziellen Feigen-Sirup, in dem das verdauungsfördernde D-Mannitol steckt, können ebenfalls helfen.
Auch bei Magendrücken, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit kann die richtige Nahrungsmittelauswahl ein erster wichtiger Schritt sein. Bei vielen Menschen verstärken sich Verdauungsprobleme bei frittierten und fetten Speisen, einigen Kohlsorten, Hülsenfrüchten, Gurkensalat, Stein- und Kernobst, süßen Backwaren oder Bohnenkaffee. Wer diese meidet und stattdessen auf weniger süßes und fettes Essen sowie auf gut verträgliche Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Beeren, Karotten, Spinat, Zucchini, Fenchel oder Brokkoli setzt, beruhigt oft schon den Bauch.
Auch andere Pflanzen können bei leichten Beschwerden hilfreich sein. So regen Bitterstoffe aus Löwenzahn, Artischocke oder Wermut die Verdauungssäfte an und wirken positiv auf Appetit und Verdauung. Zu entsprechenden Präparaten kann das Team in der Apotheke beraten.
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