Folsäure schon bei Kinderwunsch einnehmen
Frauen mit Kinderwunsch empfiehlt das Netzwerk Gesund ins Leben, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung täglich 400 Mikrogramm Folsäure einzunehmen. Die Einnahme sollte spätestens vier Wochen vor der Empfängnis beginnen und bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt werden.
Kommt es zu einer ungeplanten Schwangerschaft, werden im ersten Schwangerschaftsdrittel täglich 800 Mikrogramm empfohlen, damit sich die Speicher schnell füllen. Eine frühzeitige Versorgung senkt das Risiko für Fehlbildungen des Neuralrohrs, aus dem sich Gehirn und Rückenmark entwickeln. Zudem gibt es laut dem Netzwerk Hinweise, dass eine ausreichende Versorgung weitere positive Effekte für Mutter und Kind haben könnte, etwa ein geringeres Risiko für Frühgeburt oder perinatale Depression.
Jod während der gesamten Schwangerschaft
Jod ist für die Entwicklung des Gehirns und der geistigen Fähigkeiten des Kindes wichtig. Für Schwangere ohne Schilddrüsenerkrankung werden täglich zusätzlich 100 bis 150 Mikrogramm Jod empfohlen. Bei einer Schilddrüsenerkrankung sollte die Dosierung ärztlich abgestimmt werden.
Von getrockneten Algen- und Seetangprodukten ist abzuraten: Ihr Jodgehalt kann sehr hoch sein und stark schwanken. Das kann die Schilddrüse belasten.
Omega-3-Fettsäuren bei Verzicht auf Fisch
Ein bis zwei Portionen fettreicher Seefisch können die Versorgung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren sicherstellen. Wer keinen Fisch isst, sollte täglich 200 Milligramm Docosahexeansäure (DHA) ergänzen. Eine ausreichende Versorgung wird unter anderem mit gesunder Entwicklung und Wachstum des ungeborenen Kindes in Verbindung gebracht. Einige Studien weisen darauf hin, dass unter anderem auch das Risiko für Präeklampsie, Frühgeburt sowie postpartale Depression reduziert werden kann.
Empfehlung zu Vitamin B12 und Eisen
Vegan lebende Schwangere müssen zudem besonders auf Vitamin B12 achten. Der geschätzte Tagesbedarf liegt während der Schwangerschaft bei 4,5 Mikrogramm.
Eisen sollte dagegen nicht vorsorglich auf eigene Faust eingenommen werden. Eine Ergänzung ist nur bei einem ärztlich festgestellten Mangel und in der individuell festgelegten Dosierung sinnvoll.