Spaziergänge tun dem Rücken gut: Wer gut 100 Minuten pro Tag geht, dessen Risiko für chronische Rückenschmerzen sinkt deutlich. Es ist etwa um ein Viertel geringer als bei Menschen, die weniger zu Fuß unterwegs sind.

Rückenschmerzen zählen zu den Krankheiten, die das Gesundheitswesen am teuersten zu stehen kommen. Dabei scheint es eine äußerst kostengünstige und sogar angenehme Methode zu geben, sie zu vermeiden: Es zeigte sich, dass Personen, die täglich mehr als 100 Minuten gingen, in den Folgejahren ein um 23 Prozent geringeres Risiko für chronische Rückenschmerzen hatten.
Wer 78 bis 100 Minuten erreichte, hatte ein um 13 Prozent geringeres Risiko. Auch wie schnell jemand ging, wirkte sich geringfügig auf das Risiko aus. Dabei galt: je schneller, umso besser. An der Studie hatten 11.194 gesunde Erwachsenen aus Norwegen teilgenommen.
Die Teilnehmenden hatten eine Woche lang mit einem tragbaren Gerät aufgezeichnet, wie viel sie gegangen waren. In der Nachbeobachtungszeit von rund vier Jahren wurde erfasst, ob sie chronische Rückenschmerzen bekamen. Das war bei knapp 15 Prozent der Teilnehmenden der Fall – und zwar bei jenen, die wenig gegangen waren, deutlich häufiger. Die Ergebnisse veröffentlichte das Fachblatt „JAMA Network Open“.
Allgemein wird bei Rückenschmerzen viel Bewegung empfohlen. Diese Studie zeigt, dass Gehen sich dafür eignet. Sie quantifiziert erstmals, wie lange Menschen pro Tag gehen sollten, damit sich ein vorbeugender Effekt einstellt. Die Autoren der Studie folgern aus ihren Ergebnissen, dass gesundheitspolitisch Strategien sinnvoll wären, die Menschen stärker dazu anzuregen, mehr spazieren zu gehen und häufiger Wege zu Fuß zurückzulegen.
Quelle: DOI 10.1001/jamanetworkopen.2025.15592
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