Yoga, Akupunktur oder Verhaltenstherapie: Wer unter Rückenschmerzen leidet, kann auch ohne Medikamente etwas gegen die Beschwerden tun. Eine große Auswertung zeigt, welche Behandlungen besonders vielversprechend sind und sogar Kosten sparen können.

Schmerzen im unteren Rücken gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für gesundheitliche Einschränkungen. Medikamente oder Operationen können helfen. Aber auch Bewegung, psychologische Verfahren und andere nichtmedikamentöse Behandlungen sind mögliche Therapieoptionen. Forschende um Professorin Manuela L. Ferreira vom George Institute for Global Health in Australien haben untersucht, welche dieser Verfahren wirksam und zugleich wirtschaftlich sind.
Dafür werteten sie 20 wissenschaftliche Arbeiten aus den Jahren 2005 bis 2026 mit insgesamt 14.884 Teilnehmenden aus. Untersucht wurden unter anderem Yoga, Akupunktur, Massagen, Bewegungstherapie und psychologische Verfahren. Die meisten Untersuchungen befassten sich mit chronischen oder unterschiedlich lange bestehenden Rückenschmerzen.
Sechs einzelne Behandlungsansätze erwiesen sich in mindestens einer Untersuchung als besonders vielversprechend:
Sie erzielten bessere gesundheitliche Ergebnisse als die übliche Versorgung und verursachten zugleich geringere Kosten.
Auch kombinierte Behandlungen schnitten gut ab. Dazu gehörten eine Beratung mit schrittweise gesteigerter körperlicher Aktivität am Arbeitsplatz sowie eine Kombination aus gesunder Ernährung und Bewegung.
Die Forschenden sehen in den Ergebnissen gute Argumente dafür, Menschen mit Rückenschmerzen einen besseren Zugang zu nichtmedikamentösen Behandlungen zu ermöglichen. Allerdings waren die Ergebnisse nicht bei allen Verfahren einheitlich. Zudem stammten sämtliche Studien aus wohlhabenden Ländern, und die untersuchten Behandlungen und Kosten unterschieden sich teilweise erheblich.
Quelle: DOI 10.1371/journal.pmed.1005273
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