Steht ein Arztbesuch mit Impfung oder Blutabnahme an, fließen oft schon im Vorfeld Tränen. Hier die wichtigsten Tipps, wie Eltern ihre Kinder optimal vorbereiten und begleiten können.

Das Children’s Hospital Los Angeles hat Empfehlungen für Eltern zusammengestellt, um ihren Kindern den Umgang mit Nadelstichen zu erleichtern. Das Expertenteam will so dazu beitragen, Stress zu reduzieren und positive Bewältigungsstrategien bei medizinischen Behandlungen zu fördern. Hier die wichtigsten Tipps:
Der beste Weg, Kinder auf eine Impfung oder Spritze vorzubereiten, ist, ihnen zu sagen, was passieren wird. Eltern können beispielsweise erklären, dass die Spritze kurz pieksen wird, das aber nicht lang weh tut. Außerdem ist es wichtig, dass Kinder verstehen, dass die Impfung oder Behandlung wichtig ist, damit sie gesund bleiben.
Ehrlichkeit ist zwar immer wichtig, aber Kinder müssen nicht unbedingt jedes Detail im Voraus kennen. Dabei sollten Eltern das Entwicklungsniveau des Kindes berücksichtigen. Ein zehnjähriges Kind möchte beim Thema Impfen möglicherweise wissen, warum die Impfung notwendig ist oder was die Pflegekraft genau macht: Haut reinigen, Arm halten, pieksen, Pflaster aufkleben.
Manche Psychologen vergleichen Angst mit einem Gas: Sie dehnt sich aus und füllt den verfügbaren Raum. Deshalb kann es bei jüngeren Kindern sinnvoll sein, sie erst relativ kurzfristig über den Arzttermin zu informieren. Ob ein Kind besser am Tag vorher informiert wird oder erst kurz vor dem Termin, ist individuell verschieden.
Spritzen sind nicht nur für Kinder emotional belastend. Auch Eltern können gestresst sein. Es fällt schwer, das eigene Kind leiden oder traurig sehen zu müssen. Die Experten warnen davor, dass es Kindern in der Regel nicht hilft, wenn Eltern während eines Arzttermins von starken Emotionen beherrscht werden. Kinder orientieren sich in solchen Situationen ständig an ihren Bezugspersonen und nehmen deren verbale und emotionale Signale wahr.
Auch wenn Kinder nicht entscheiden können, ob eine medizinische Maßnahme durchgeführt wird, können sie dennoch kleine Entscheidungen treffen. Viele Pflegekräfte beziehen Kinder schon mit ein. Eventuell können Eltern aber auch unterstützen. Beispiele für Wahlmöglichkeiten sind:
Pflegekräfte und medizinisches Personal führen diese Eingriffe viele Male täglich durch. Das Beste, was Eltern tun können, ist, sie ihre Arbeit machen zu lassen und bei Bedarf hilfreiche Informationen bereitzustellen: Bestehen vielleicht besondere Bedürfnisse? Welche Bewältigungsstrategien haben in der Vergangenheit geholfen?
Die meisten Erwachsenen haben im Laufe ihres Lebens schon mehrfach Spritzen bekommen. Es kann hilfreich sein, wenn man die Erlebnisse mit seinem Kind teilt. Positive persönliche Erfahrungen der Eltern können dazu beitragen, die Ängste ihrer Kinder zu verringern.
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