Kinder von überfürsorglichen Eltern putzen ihre Zähne seltener und protestieren häufiger beim Zahnarztbesuch. Das zeigt eine Studie, die den Erziehungsstil und die kindliche Mundhygiene untersucht hat.

Eine Studie aus den Niederlanden hat untersucht, welchen Einfluss der Erziehungsstil auf die Zahnhygiene hat. Für die Untersuchung befragten Forschende Betreuungspersonen von fünf- bis sechsjährigen Kindern in sieben Zahnarztpraxen. Insgesamt nahmen 120 Kinder an der Studie Teil. Die Eltern beantworteten Fragebögen zu ihrem Erziehungsstil sowie zum Zahnputzverhalten ihrer Kinder. Außerdem wurden die Kinder während der Behandlung gefilmt und ihr Verhalten später bewertet. Zusätzlich erfassten die Forschenden anhand der Patientenakten die Kariesvorkommen im Milchgebiss.
Die Studie untersuchte gleich mehrere Zusammenhänge zwischen elterlicher Fürsorge, Mundhygiene, Zahngesundheit und Verhalten beim Zahnarztbesuch. Die zentralen Ergebnisse waren:
Laut Wissenschaftlichem Informationsdienst des Informationskreises Mundhygiene und Ernährungsverhalten könnten die Daten darauf hinweisen, dass überfürsorgliche Erziehungsstil bei den Kindern vermeidende oder ängstliche Verhaltensweisen begünstigt und die Entwicklung eigener Bewältigungsstrategien weniger bestärkt. Die Kinder lernen dadurch möglicherweise schlechter, mit neuen oder unangenehmen Situationen – etwa einer zahnärztlichen Behandlung – umzugehen.
Quelle: DOI 10.23804/ejpd.2025.2296
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