Die Ernährungsweise – vegan, vegetarisch oder omnivor – hat einen starken Einfluss auf die Bakteriengemeinschaft im Darm, das sogenannte Darm-Mikrobiom. Dies berichten Forschende, die Proben von über 20.000 Personen mit unterschiedlichen Ernährungsmustern untersucht hatten.

Bei Menschen mit vegetarischer oder veganer Lebensweise war das Darm-Mikrobiom weniger vielfältig als bei Allesessern, bei denen vermehrt Bakterien gefunden wurden, die mit der Fleischverdauung zusammenhängen. Diese Vielfalt allein ist aber kein Marker für ein gesundes Darm-Mikrobiom: Die Studie zeigte auch, dass Fleischesser mehr Bakterien hatten, die mit entzündlichen Darmerkrankungen und einem erhöhten Risiko für Dickdarmkrebs in Verbindung stehen.
Mikrobiome von Veganern enthielten dagegen mehr Bakterien, die Ballaststoffe verarbeiten und daraus kurzkettige Fettsäuren herstellen. Diese wirken sich positiv auf die Darmgesundheit aus, reduzieren Entzündungen und fördern einen gesunden Stoffwechsel und die Abwehrkräfte. Der Hauptunterschied zwischen Vegetariern und Veganern war das Vorhandensein eines Bakteriums, das hauptsächlich in Milchprodukten vorkommt und bei der Herstellung von Joghurt verwendet wird (Streptococcus thermophilus).
Das Ernährungsmuster prägt das Darmmikrobiom also nicht nur, weil es für die Verdauung notwendige Mikroorganismen enthält, sondern auch durch die Aufnahme von Mikroorganismen direkt aus der Nahrung.
Es zeigte sich auch, dass der Verzehr von gesunden Lebensmitteln, die nicht verarbeitet sind, noch wichtiger für die Darmgesundheit ist als die Ernährungsweise. Die Forschenden fassen zusammen:
Quelle: DOI 10.1038/s41564-024-01870-z
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