Bauchschmerzen nach dem Essen: Darunter leiden etwa 11 Prozent der Menschen. Zum ersten Mal zeigt eine große Studie unter mehr als 50.000 Teilnehmern diesen Zusammenhang zwischen Mahlzeiten und dem Auftreten von Bauchschmerzen. Die Ergebnisse wurden auf einer virtuellen Fachtagung für Gastroenterologie vorgestellt.

13 Prozent der Frauen und 9 Prozent der Männer leiden nach dem Essen häufig unter Bauchschmerzen. Unter jungen Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren sind es sogar 15 Prozent. Die Bauchschmerzen wurden oft von Blähungen, einem aufgeblähten Bauch, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall begleitet.
Auch psychische und andere körperliche Beschwerden waren bei ihnen häufig zu beobachten. So hatten 36 Prozent der Betroffenen Angstzustände und 35 Prozent Depressionen, verglichen mit 25 bzw. 24 Prozent derjenigen, die nur gelegentlich Probleme nach dem Essen hatten, und 18 bzw. 17 Prozent unter denjenigen, bei denen das nie vorkam. Verstopfung und Durchfall traten bei 30 Prozent der Patienten auf, die häufig nach den Mahlzeiten Bauchschmerzen hatten. Ähnlich sah es bei Blähungen aus.
Die Ergebnisse stammen aus einer Online-Umfrage unter 54.127 Personen aus 26 Ländern. „Viele Patienten mit Störungen wie dem Reizdarmsyndrom führen ihre Symptome auf das Essen zurück. Trotzdem gibt es zu diesem Phänomen kaum aussagekräftige Daten“, erklärte Studienautor Professor Ami Sperber von der israelischen Ben-Gurion-Universität des Negev.
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