Viele Menschen in Deutschland haben Probleme, nachts durchzuschlafen, zeigt eine aktuelle Studie der Krankenkasse Pronova BKK: 87 Prozent der Befragten wachen mindestens einmal pro Nacht auf, jeder Fünfte sogar dreimal oder häufiger. Die Hauptursache: Harndrang. Doch auch Stress, Temperatur und sogar der Mond können stören.

Laut der Studie ist der häufigste Grund für nächtliches Aufwachen die Blase: 57 Prozent der Befragten müssen deshalb aufstehen. Doch auch Sorgen und Stress spielen eine große Rolle – 22 Prozent der Teilnehmenden gaben an, aufgrund von Grübeleien aufzuwachen. Ebenso häufig stören eine ungeeignete Schlafumgebung, etwa zu hohe oder zu niedrige Temperaturen.
Weitere Ursachen für Schlafunterbrechungen sind:
Interessanterweise scheint auch der Mond die Schlafqualität zu beeinflussen: 44 Prozent der Befragten berichten, dass sie bei Vollmond schlechter schlafen. Besonders betroffen sind die 30- bis 39-Jährigen – in dieser Altersgruppe leidet mehr als jede*r Zweite unter unruhigen Nächten, wenn der Mond voll am Himmel steht.
Laut Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt der Pronova BKK, ist das keine reine Einbildung: „Das hellere Mondlicht kann bei empfindlichen Personen die Schlafqualität beeinträchtigen.“ Sein Tipp: Das Schlafzimmer gut abdunkeln, um die Störfaktoren zu minimieren.
Besonders junge Menschen versuchen aktiv, ihre Schlafqualität zu verbessern. So richten 18- bis 29-Jährige ihr Schlafzimmer überdurchschnittlich oft nach den Prinzipien des Feng Shui ein – fast jede*r Dritte aus dieser Altersgruppe glaubt, dadurch besser schlafen zu können. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil nur bei 16 Prozent.
Zusätzlich setzen viele junge Menschen auf moderne Technik: 27 Prozent der Generation Z nutzen regelmäßig Schlaftracker oder führen ein Schlaftagebuch, um ihren Schlaf zu analysieren und zu optimieren.
Wer nachts häufig aufwacht, kann mit einfachen Maßnahmen die Schlafqualität verbessern. Dr. Herold empfiehlt:
Wenn regelmäßige Schlafunterbrechungen auftreten, sollte das ärztlich abgeklärt werden. Denn Schlafstörungen können auch auf gesundheitliche Probleme hinweisen.
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