Ältere Menschen schlafen besser in kühlen Räumen

Dr. Karen Zoufal  |  18.02.2026 11:41 Uhr

Erholsamer Schlaf im kühlen Zimmer: Eine Studie aus Australien verdeutlicht, welche Auswirkungen warme Nächte auf die Schlafqualität und das Herz-Kreislauf-System älterer Menschen haben.

Eine ältere Dame schläft erholsam in einem Bett. Im Hintergrund ist ihr Ehemann zu sehen.
Für erholsamen Schlaf sollte die Zimmertemperatur 24 Grad nicht übersteigen.
© gpointstudio/iStockphoto

Ältere Personen schlafen besser, wenn die Temperatur im Schlafzimmer 24 °C oder weniger beträgt. Damit lässt eine Studie aus Australien mit 47 Teilnehmern ab 65 Jahren erkennen, dass die Schlafzimmertemperatur im Sommer ein wichtiger und oft übersehener Faktor für die nächtliche Erholung ist.

Warme Nächte fördern Stressreaktionen

Bei den Studienteilnehmenden bewirkten Temperaturen über 24 °C in der Nacht messbare Veränderungen im Herz-Kreislauf-System: Die Herzratenvariabilität sank und die Herzfrequenz stieg. Das bedeutet: Das Herz arbeitet in warmen Nächten weniger im erholsamen „Ruhemodus“. Der Körper befindet sich damit im Schlaf unterschwellig in einem Stress-Zustand.

Auffällig war, dass die Herzratenvariabilität umso mehr abnahm, je wärmer das Schlafzimmer war. Bei Temperaturen zwischen 28 und 32 °C war das etwa dreimal so häufig wie bei Temperaturen unter 24 °C. 

Warum ist das für ältere Menschen wichtig?

Hitze belastet den Körper: Die Herzfrequenz steigt, und das Herz arbeitet mehr, um das Blut zur Kühlung an die Hautoberfläche zu pumpen. Dadurch wird das Herz-Kreislauf-System zusätzlich beansprucht. Bei älteren Menschen ist das Herz-Kreislauf-System aber oft weniger anpassungsfähig. Dadurch beeinträchtigen hohe Nachttemperaturen die Erholung des Nervensystems bei ihnen stärker. Hitze raubt also nicht nur subjektiv den Schlaf – sie versetzt auch das Herz in einen messbaren Stresszustand.

Mehr heiße Nächte durch den Klimawandel 

„Bei Personen ab 65 Jahren verringerte eine Schlafzimmertemperatur von maximal 24 °C in der Nacht die Wahrscheinlichkeit erhöhter Stressreaktionen im Schlaf. Der Klimawandel erhöht die Häufigkeit heißer Nächte. Das kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer erhöhten Sterblichkeit beitragen“, erklärt Studienleiter Dr. Fergus O'Connor von der Griffith's University in Southport.

Quelle: DOI 10.1186/s12916-025-04513-0

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