Heißes Bad im Whirlpool: Sicherheitstipps und mögliche Effekte

Elisabeth Kerler  |  04.02.2026 11:40 Uhr

Besonders im Winter lockt ein heißes Bad: Doch bietet es auch gesundheitliche Chancen und Risiken? Eine US-Ärztin schätzt das Erlebnis ein und gibt Sicherheitstipps.

Ein Mann und eine Frau sitzen lächelnd in einem Whirlpool (Hot Tub), im Hintergrund sind verschneite Berge zu sehen.
Im Winter in den heißen Whirlpool, ein "Hot Tub" steigen? Das verspricht Entspannung – und gesundheitliche Vorteile.
© ronstik/iStockphoto

Whirlpools und Hot Tubs gelten vor allem als Ort der Entspannung. Doch das warme, sprudelnde Wasser kann mehr als nur gut tun: Es kann Stress reduzieren, Muskeln lockern, das Herz-Kreislauf-System unterstützen und sogar den Schlaf verbessern. Darauf weist Dr. Melissa Young, Fachärztin für funktionelle Medizin an der Cleveland-Clinic, hin.

Mögliche Effekte von Whirlpools für die Gesundheit

Dr. Young fasst verschiedene Aspekte zusammen, wie sich Whirlpools positiv auswirken können:

Stressabbau

„Ein Whirlpool kann das Nervensystem beruhigen und aus dem ständigen Alarmmodus herausholen“, betont Dr. Young. Wärme und Massagedüsen können die Anspannung senken.

Muskel- und Gelenkschmerzen lindern

Warmes Wasser fördert die Durchblutung, entlastet Gelenke durch Auftrieb und kann verspannte Muskeln lockern. Wärmetherapie könne bei leichten und mittleren Muskelschmerzen eine Alternative zu Schmerzmitteln sein, so Dr. Young. Auch bei Arthritis könne das helfen. Allerdings sollte man maximal 15 Minuten lang baden, denn zu viel Hitze kann Schwellungen und neue Beschwerden begünstigen.

Blutdruck senken 

Die Wärme erweitert die Blutgefäße und kann den Blutdruck vorübergehend senken. Nach dem Bad normalisieren sich die Werte meist wieder. Auch hier sollte die Maximaldauer von 15 Minuten nicht überschritten werden. Menschen mit Herzproblemen oder niedrigem Blutdruck sollten vorher ärztlichen Rat einholen, denn Schwindel und Ohnmacht sind möglich.

Besser schlafen

Nach dem warmen Bad kühlt der Körper ab – ein natürlicher Prozess, der den Schlaf einleitet. „Dieser Abkühlungsprozess signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist“, erklärt Dr. Young. Da der Körper Zeit zum Abkühlen braucht, empfiehlt sie das Bad etwa 60 bis 90 Minuten vor dem Schlafengehen.

Wann Vorsicht geboten ist

Nicht für alle ist der Whirlpool geeignet. Dr. Young rät unter anderem bei Schwangerschaft, Alkoholkonsum, Neigung zu Krampfanfällen, offenen Wunden, Durchfall in letzter Zeit oder niedrigem Blutdruck zur Vorsicht. Kinder unter fünf Jahren sollten Whirlpools gar nicht nutzen.

So ist Baden im Whirlpool sicher

Außerdem betont sie, beim Baden darauf zu achten:

  • Nur regelmäßig gereinigte Whirlpools zu nutzen
  • nicht bei Wassertemperatur über 40°C zu baden.
  • Genug Wasser zu trinken, da die Körpertemperatur in heißem Wasser erhöht wird.
  • Das Bad zu verlassen, wenn man sich heiß oder benommen fühlt oder Kopfschmerzen bekommt: Das können Anzeichen für Dehydration und zu niedrigen Blutdruck sein.
  • Maximal 15 Minuten zu baden

Quelle: Cleveland Clinic

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