Atemmeditation, Achtsamkeit oder Yoga Nidra: Welche Meditationsformen es gibt und wie der Einstieg gelingt, erklärt eine US-Yoga-Therapeutin.

Meditation ist längst mehr als ein Trend. Sie gilt heute als wirkungsvolle Methode, um mentale Gesundheit, innere Ruhe und Wohlbefinden zu fördern. Laut der Cleveland Clinic zeigen zahlreiche Studien, dass Meditation Körper und Geist positiv beeinflussen kann – vor allem, wenn sie regelmäßig praktiziert wird. „Im Kern hilft Meditation dabei, den Geist zu beruhigen und im gegenwärtigen Moment zu bleiben“, erklärt Holly Wilgus, Yoga-Therapeutin an der Cleveland Clinic.
Mehr als 1.500 wissenschaftliche Studien belegten, so die Clinic, dass Meditation mit vielfältigen gesundheitlichen Effekten verbunden ist. Sie kann unter anderem helfen,:
Dabei geht es nicht darum, den Kopf „leer“ zu machen, sondern Gedanken bewusst wahrzunehmen und wieder loszulassen.
Es gibt nicht die eine richtige Art zu meditieren. Alle Formen verfolgen laut Wilgus dasselbe Ziel: den Geist zu beruhigen und mehr Ausgeglichenheit zu finden.
Der Fokus liegt auf dem Ein- und Ausatmen. „Die Konzentration auf den Atem gibt dem Geist etwas zu tun und ist äußerst wirksam“, so Wilgus. Tiefe Atmung kann unter anderem Stress reduzieren sowie Herzfrequenz und Blutdruck senken.
Hier werden Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen bewusst wahrgenommen – ohne Bewertung. Ziel ist es, ganz im Hier und Jetzt zu sein.
Bei dieser Form führt eine Stimme durch beruhigende innere Bilder, etwa Erinnerungen an einen Urlaub oder einen friedlichen Ort. Positive Assoziationen können Entspannung fördern.
Auch als „yogischer Schlaf“ bekannt: eine längere, geführte Meditation im Liegen. „Man ist tief entspannt, aber nicht wirklich eingeschlafen“, erklärt Wilgus.
Dabei werden wohlwollende Wünsche wie „Mögest du glücklich sein“ zunächst an sich selbst und später an andere Menschen gerichtet – auch an schwierige.
Auch Bewegung kann meditativ sein, etwa beim Yoga, Tai-Chi oder achtsamen Gehen. Für manche Menschen ist das ein leichterer Einstieg.
Diese Fragen können helfen, eine geeignete Meditationsform auszuwählen:
Wichtig sei, so Wilgus: „Vermeiden Sie alles, was behauptet, es gebe nur einen richtigen Weg zu meditieren.“
Und noch ein wichtiger Punkt: Gedanken abschweifen zu lassen ist normal. Entscheidend ist, sie freundlich wahrzunehmen und zur Aufmerksamkeit zurückzukehren.
Quelle: Cleveland Clinic
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