Meditation lernen: So profitieren Geist und Gesundheit

Elisabeth Kerler  |  28.01.2026 15:18 Uhr

Atemmeditation, Achtsamkeit oder Yoga Nidra: Welche Meditationsformen es gibt und wie der Einstieg gelingt, erklärt eine US-Yoga-Therapeutin.

Frau meditiert auf dem Bett.
Meditation soll helfen, den Geist zu beruhigen und im gegenwärtigen Moment zu bleiben, so die Yoga-Therapeutin.
© Jacob Wackerhausen/iStockphoto

Meditation ist längst mehr als ein Trend. Sie gilt heute als wirkungsvolle Methode, um mentale Gesundheit, innere Ruhe und Wohlbefinden zu fördern. Laut der Cleveland Clinic zeigen zahlreiche Studien, dass Meditation Körper und Geist positiv beeinflussen kann – vor allem, wenn sie regelmäßig praktiziert wird. „Im Kern hilft Meditation dabei, den Geist zu beruhigen und im gegenwärtigen Moment zu bleiben“, erklärt Holly Wilgus, Yoga-Therapeutin an der Cleveland Clinic.

Was Meditation bewirken kann

Mehr als 1.500 wissenschaftliche Studien belegten, so die Clinic, dass Meditation mit vielfältigen gesundheitlichen Effekten verbunden ist. Sie kann unter anderem helfen,:

  • Stress abzubauen
  • Stimmung und emotionale Regulation zu verbessern
  • Konzentration und Gedächtnis zu stärken
  • Schlaf zu fördern
  • Schmerzen besser zu bewältigen
  • Symptome von Angst und Depression zu lindern

Dabei geht es nicht darum, den Kopf „leer“ zu machen, sondern Gedanken bewusst wahrzunehmen und wieder loszulassen.

Verschiedene Formen der Meditation

Es gibt nicht die eine richtige Art zu meditieren. Alle Formen verfolgen laut Wilgus dasselbe Ziel: den Geist zu beruhigen und mehr Ausgeglichenheit zu finden.

Atemmeditation

Der Fokus liegt auf dem Ein- und Ausatmen. „Die Konzentration auf den Atem gibt dem Geist etwas zu tun und ist äußerst wirksam“, so Wilgus. Tiefe Atmung kann unter anderem Stress reduzieren sowie Herzfrequenz und Blutdruck senken.

Achtsamkeitsmeditation

Hier werden Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen bewusst wahrgenommen – ohne Bewertung. Ziel ist es, ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Geführte Imagination

Bei dieser Form führt eine Stimme durch beruhigende innere Bilder, etwa Erinnerungen an einen Urlaub oder einen friedlichen Ort. Positive Assoziationen können Entspannung fördern.

Yoga Nidra

Auch als „yogischer Schlaf“ bekannt: eine längere, geführte Meditation im Liegen. „Man ist tief entspannt, aber nicht wirklich eingeschlafen“, erklärt Wilgus.

Liebende-Güte-Meditation

Dabei werden wohlwollende Wünsche wie „Mögest du glücklich sein“ zunächst an sich selbst und später an andere Menschen gerichtet – auch an schwierige.

Bewegte Meditation

Auch Bewegung kann meditativ sein, etwa beim Yoga, Tai-Chi oder achtsamen Gehen. Für manche Menschen ist das ein leichterer Einstieg.

Wie finde ich die passende Meditation?

Diese Fragen können helfen, eine geeignete Meditationsform auszuwählen:

  • Was ist mein Ziel (z. B. besser schlafen, Stress abbauen)?
  • Meditiere ich lieber allein oder in der Gruppe?
  • Möchte ich Apps oder geführte Angebote nutzen?

Wichtig sei, so Wilgus: „Vermeiden Sie alles, was behauptet, es gebe nur einen richtigen Weg zu meditieren.“

Tipps für den Einstieg

  • Einfach anfangen: „Man muss nicht ruhig sein, um zu meditieren – genauso wenig wie man fit sein muss, um ins Fitnessstudio zu gehen“, sagt Wilgus.
  • Kleine Zeitfenster nutzen: Schon kurze Einheiten können helfen.
  • Dranbleiben: Bereits acht Wochen regelmäßiger Praxis können nachhaltige Effekte haben.

Und noch ein wichtiger Punkt: Gedanken abschweifen zu lassen ist normal. Entscheidend ist, sie freundlich wahrzunehmen und zur Aufmerksamkeit zurückzukehren.

Quelle: Cleveland Clinic

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