Dehydration

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  15.04.2026 00:00 Uhr

Dehydratation bedeutet, dass der Körper mehr Flüssigkeit verliert als er aufnimmt. Dadurch fehlt Wasser und oft auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Das kann die Funktionen von Kreislauf, Nerven und Organen stören. Häufig entsteht Dehydratation durch zu wenig Trinken, starkes Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Kranke.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei Dehydratation gerät der Flüssigkeitshaushalt aus dem Gleichgewicht. Der Körper versucht Wasser zu sparen, etwa indem er weniger Urin ausscheidet und zusätzlich ein starkes Durstgefühl erzeugt. Je nach Ausmass unterscheidet man leichte, mittlere und schwere Formen. Unbehandelt kann sich der Zustand rasch verschlechtern, da viele Körperfunktionen von ausreichend Wasser abhängen.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend, können aber auch plötzlich auftreten. Typische Zeichen sind:

  • Starker Durst, trockener Mund und trockene Haut
  • Dunkler Urin und seltenes Wasserlassen
  • Müdigkeit, Konzentrationsprobleme Schwindel
  • Beschleunigter Puls und niedriger Blutdruck

Im Verlauf können Verwirrtheit, Kreislaufprobleme und in schweren Fällen Bewusstseinsstörungen auftreten. Ohne Ausgleich der Flüssigkeit schreitet die Dehydratation fort.

Folgen/Komplikationen

Ein anhaltender Flüssigkeitsmangel belastet den Kreislauf und die Nieren. Es kann zu Elektrolytstörungen, Krampfanfällen oder sogar Nierenversagen kommen. Bei Säuglingen und älteren Menschen besteht ein besonderes Risiko für schwere Komplikationen bis hin zum lebensbedrohlichen Zustand.

Ursachen/Risikofaktoren

Häufige Ursachen sind zu geringe Flüssigkeitszufuhr, starkes Schwitzen bei Hitze oder Sport sowie Durchfall und Erbrechen. Auch Fieber, bestimmte Medikamente und Erkrankungen wie Diabetes erhöhen den Flüssigkeitsbedarf. Risikofaktoren sind hohes Alter, Schluckstörungen, eingeschränkte Mobilität und fehlendes Durstempfinden.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er beurteilt den Schweregrad, prüft Blutwerte und gleicht Flüssigkeit und Salze aus, etwa mit entsprechenden Trinklösungen oder bei Bedarf auch mit Infusionen.
Das kann man selbst tun: Regelmässig trinken, klare Warnzeichen beachten und bei Hitze oder Krankheit mehr Flüssigkeit zuführen. Bei anhaltendem Erbrechen, Durchfall, Verwirrtheit oder wenn Trinken nicht möglich ist, stösst Selbsthilfe an Grenzen und ärztliche Hilfe ist nötig.

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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