Typhus

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  31.03.2026 00:00 Uhr

Typhus ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Salmonella typhi ausgelöst wird. Sie führt zu anhaltendem Fieber. Ohne Behandlung kann Typhus schwere Komplikationen verursachen, da die Bakterien sich im Körper ausbreiten und wichtige Organe beeinträchtigen können.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Typhus beginnt meist schleichend und entwickelt sich über mehrere Tage. Die Erreger gelangen über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel in den Körper und vermehren sich im Darm sowie im Blutkreislauf. Die Erkrankung betrifft den gesamten Organismus und verursacht ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Besonders in Regionen mit schlechter Hygiene tritt Typhus häufiger auf. Ohne rechtzeitige Behandlung kann die Erkrankung über Wochen andauern.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden entwickeln sich typischerweise stufenweise. Häufig treten auf:

  • Anhaltendes hohes Fieber
  • Bauchschmerzen und Durchfall oder Verstopfung
  • Schwäche, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen

Im weiteren Verlauf können Hautrötungen auf der Brust auftreten. Der Krankheitsverlauf gliedert sich oft in mehrere Fieberphasen, die unbehandelt schwerer werden. Bei fortschreitender Erkrankung kommen mitunter Bewusstseinsveränderungen oder starke Verdauungsbeschwerden hinzu.

Folgen/Komplikationen

Wird Typhus nicht behandelt, drohen schwere gesundheitliche Probleme. Dazu gehören Darmblutungen oder ein Darmdurchbruch, die lebensgefährlich sein können. Auch eine Ausbreitung der Bakterien in andere Organe kommt vor. Starke Austrocknung und Kreislaufprobleme treten mitunter zusätzlich auf. Die Erkrankung schwächt den Körper deutlich, sodass eine Erholung oft längere Zeit dauert. Besonders gefährdet sind geschwächte Personen und Kinder.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Bakterien werden vor allem durch verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen. Zu den häufigen Risikofaktoren zählen Reisen in Regionen mit unzureichender Hygiene, mangelnder Trinkwasserqualität und ungenügender Lebensmittelkontrolle. Auch enger Kontakt mit erkrankten Personen erhöht das Risiko. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders anfällig für schwere Verläufe.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er behandelt Typhus in der Regel mit Antibiotika und überwacht den Flüssigkeits- und Kreislaufstatus.
Das kann man selbst tun: Ausreichendes Trinken und körperliche Schonung unterstützen die Heilung. Zudem gibt es eine Impfung gegen Typhus. Grenzen liegen dort, wo das Fieber anhält, starke Bauchschmerzen auftreten oder Bewusstsein und Kreislauf beeinträchtigt sind. Dann ist sofortige medizinische Betreuung erforderlich.

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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