Diabetes insipidus ist eine Erkrankung, bei der der Körper den Urin nicht ausreichend konzentrieren kann. Dadurch scheiden Betroffene sehr grosse Mengen Urins aus und haben meist einen ausgeprägten, fast unstillbaren Durst. Ursache ist entweder ein Mangel an antidiuretischem Hormon (ADH) oder eine verminderte Wirkung dieses Hormons an der Niere.
Bei Diabetes insipidus handelt es sich um eine Erkrankung, bei der der Körper den Urin nicht richtig konzentrieren kann. Dadurch wird sehr viel stark verdünnter Urin ausgeschieden. Betroffene scheiden dadurch sehr grosse Mengen Urin aus.
Bei einem Diabetes insipidus scheiden Betroffene sehr grosse Mengen Urin aus, teilweise bis zu 25 Liter pro Tag. Gleichzeitig besteht ein sehr starker, fast unstillbarer Durst. Die Erkrankung wird meist rasch erkannt, und dank guter Behandlungsmöglichkeiten sind schwerwiegende Komplikationen selten.
Wenn die Trinkmenge nicht ausreicht, um den Wasserverlust über den Urin auszugleichen, kann der Körper austrocknen. Ärzte sprechen dann von einer Exsikkose.
Im Gehirn wird normalerweise das antidiuretische Hormon (ADH) gebildet, das die Urinausscheidung in der Niere reguliert. Schwitzt ein Mensch zum Beispiel stark, schüttet der Körper viel ADH aus. Das sorgt dafür, dass die Niere mehr Flüssigkeit zurückresorbiert und weniger Urin gebildet wird. Bei viel Flüssigkeit - zum Beispiel durch viel Trinken - bekommt der Körper das Signal weniger ADH zu bilden. Die Niere behält dadurch weniger Flüssigkeit zurück und die Urinmenge steigt.
Durch diesen Mechanismus ergeben sich beim Diabetes insipidus zwei mögliche Ursachen:
Das macht der Arzt: Der Arzt wird prüfen, warum sehr grosse Mengen Urin ausgeschieden werden, und die Ursache abklären. Wichtig ist auch die Abgrenzung zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), bei der ebenfalls grosse Urinmengen auftreten können.
Das kann man selbst tun: Bei auffällig häufigem Wasserlassen oder starkem Durst sollte man nicht abwarten, sondern ärztlichen Rat einholen.
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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