Krankheitsbild
Elektrolytstörungen entstehen, wenn der Körper mehr Elektrolyte verliert oder aufnimmt als er ausgleichen kann. Die Stoffe sind für Nerven, Muskeln, Herz und Flüssigkeitshaushalt entscheidend. Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Werte können Beschwerden verursachen. Häufig betroffen sind ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder wer stark schwitzt, erbricht oder unter Durchfall leidet.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden können je nach betroffenen Elektrolytwerten sehr unterschiedlich verlaufen. Viele Störungen beginnen schleichend, andere treten plötzlich auf. Hierzu zählen:
- Müdigkeit, Schwäche oder Konzentrationsprobleme
- Muskelkrämpfe, Zittern oder Lähmungserscheinungen
- Herzstolpern oder unregelmässiger Puls
- Übelkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel
Manchmal bleiben gering ausgeprägte Störungen unbemerkt. Verstärken sie sich, kann es zu ernsten Funktionsstörungen von Herz und Nerven kommen. Ohne Behandlung könne diese rasch weiter zunehmen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Elektrolytstörungen können schwerwiegende Folgen haben. Dazu zählen Herzrhythmusstörungen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und im Extremfall lebensbedrohliche Zustände. Besonders bei Störungen von Kalium oder Natrium können auch dauerhafte Schäden an Herz und Gehirn entstehen. Komplikationen treten häufiger auf, wenn zusätzliche Erkrankungen bestehen oder wenn Betroffene zu spät ärztliche Hilfe suchen.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt viele mögliche Auslöser. Zu den häufigen Ursachen und Risikofaktoren zählen starker Flüssigkeitsverlust, etwa durch Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall. Auch Erkrankungen von Niere, Leber oder Herz erhöhen die Wahrscheinlichkeit. Zudem wirken sich bestimmte Medikamente wie entwässernde Mittel, eine unausgewogene Ernährung oder stark eingeschränkte Flüssigkeitsaufnahme auf den Elektrolythaushalt aus. Auch hormonelle Störungen oder eine zu hohe Zufuhr von Mineralstoffen können das Gleichgewicht durcheinander bringen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt; Er kontrolliert die Blutwerte und empfiehlt je nach Schweregrad eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, Elektrolytlösungen oder auch die Anpassung von Medikamenten.
Das kann man selbst tun: Ausreichendes Trinken und eine ausgewogene Ernährung unterstützen die Therapie. Grenzen sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten, sich Herzprobleme bemerkbar machen oder Erbrechen und Durchfall nicht abklingen. Dann ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.
Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.