Schwindel entsteht, wenn das Gleichgewichtssystem gestört ist. Betroffene fühlen sich wackelig oder haben das Gefühl, die Umgebung bewege sich. Schwindel kann harmlos sein, aber auch ein Hinweis auf ernste Erkrankungen. Die Auslöser reichen von harmlosen Reaktionen bis zu Störungen im Innenohr Kreislauf oder Nervensystem.
Schwindel beschreibt keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom, das in vielen Situationen auftreten kann. Häufig liegt eine Störung im Gleichgewichtssystem vor, das aus Augen, Innenohr und Nerven besteht. Wenn die dort eintreffenden Signale nicht zusammenpassen, entsteht ein Gefühl von Unsicherheit oder Drehung. Manche erleben kurze Attacken, andere einen länger anhaltenden Dauerschwindel.
Der Verlauf kann unterschiedlich sein. Schwindel tritt plötzlich oder allmählich auf. Manche Betroffene spüren nur eine leichte Unsicherheit, andere fühlen sich so stark beeinträchtigt, dass Stehen oder Gehen kaum möglich ist. Begleitend treten auch Übelkeit oder Schwitzen auf. Zu den typischen Schwindelformen zählen:
Viele Formen sind harmlos. Vergeht der Schwindel jedoch nicht oder verstärkt sich, sollten Betroffene ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Anhaltender oder starker Schwindel kann das Risiko für Stürze erhöhen. Dadurch können Verletzungen entstehen, die vor allem bei älteren Menschen schwerwiegend sein können. Wenn Schwindel durch Herz-Kreislauf- oder neurologische Probleme verursacht wird, kann dies auf ernste Gesundheitsstörungen hinweisen. Bei ungeklärtem Schwindel ist daher eine medizinische Abklärung wichtig.
Schwindel kann viele Ursachen haben. Häufig ist das Innenohr betroffen, etwa durch Entzündungen oder gutartige Störungen der Gleichgewichtssteine. Auch niedriger Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, Infekte oder Stress zählen zu den möglichen Auslösern. Risikofaktoren sind höheres Alter, bestimmte Herz- oder Kreislaufkrankheiten sowie Erkrankungen des Nervensystems. Manchmal entsteht Schwindel auch ohne eine klar erkennbare Ursache.
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache Medikamente verordnen oder gezielte Übungen anleiten.
Das kann man selbst tun: Ausreichend trinken, plötzliche Bewegungen vermeiden und bei Bedarf Ruhe einlegen. Grenzen bestehen, wenn Schwindel plötzlich sehr stark wird, Lähmungen auftreten, Sprachstörungen entstehen oder der Zustand sich nicht bessert. Dann ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig.Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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