Eine aktuelle französische Studie zeigt, dass hochdosiertes Vitamin D die Krankheitsaktivität bei früher Multipler Sklerose (MS) deutlich verringern kann. Die positive Wirkung wurde bei einer Einnahme alle zwei Wochen festgestellt.

Ein Vitamin-D-Mangel gilt schon länger als möglicher Risikofaktor für die Entstehung von MS. Auch ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird mit einem schwereren Krankheitsverlauf in Verbindung gebracht. Frühere Studien zur Wirksamkeit einer Vitamin-D-Supplementierung bei MS führten allerdings zu uneinheitlichen Ergebnissen.
Im Rahmen der "D-Lay-MS-Studie" untersuchte ein französisches Forschungsteam die Wirkung von 100.000 I.E. Cholecalciferol (eine Form von Vitamin D), das alle zwei Wochen über einen Zeitraum von zwei Jahren eingenommen wurde. Die 303 Teilnehmer litten an einem sogenannten klinisch isolierten Syndrom (CIS) – ein möglicher Vorbote für MS.
Die Studienautoren betonen im Fachjournal JAMA die potenziell schützende Wirkung von Vitamin D bei Menschen mit CIS und empfehlen weitere klinische Studien, insbesondere bei Personen mit nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel. MS beginnt typischerweise mit einem akuten Schub, der sich z. B. durch eine Entzündung des Sehnervs, eine Entzündung des Rückenmarks oder ein Hirnstammsyndrom äußert. Nicht immer entwickelt sich CIS zu einer MS weiter.
Vitamin D hat entzündungshemmende Eigenschaften und unterstützt das Immunsystem. Bei Autoimmunerkrankungen wie MS könnte es eine modulierende Wirkung haben, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt.
Quelle: DOI 10.1001/jama.2025.1604
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