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15 Risikofaktoren für frühe Demenz

ZOU  |  10.01.2024

Demenz ist bei älteren Erwachsenen zwar weitaus häufiger, doch es gibt jährlich hunderttausende Menschen, bei denen sie schon in jüngeren Jahren diagnostiziert wird. Eine umfangreiche neue Studie hat 15 Lebensstil- und Gesundheitsfaktoren identifiziert, die mit dem Risiko für eine frühe Demenz verbunden sind.

Mann mit Kaffeetasse schaut nachdenklich.
Demenz kann bereits in jüngeren Jahren einsetzen. Oft hat das erbliche Gründe.
© Ridofranz/iStockphoto

Die Analyse von UK Biobank-Daten von 356.052 Personen unter 65 Jahren zeigt, dass ein niedriger sozioökonomischer Status, Alkoholmissbrauch, soziale Isolation, Vitamin-D-Mangel, erhöhte CRP-Werte (C-reaktives Protein, ein Marker für Entzündungen), Hörbehinderung, Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schlaganfall, Diabetes, Herzerkrankungen, chronischer Stress und Depressionen mit einem höheren Risiko für frühe Demenz verbunden sind. Außerdem wurden zwei Genvarianten des Apolipoprotein E4-Gens, von denen bekannt ist, dass sie mit Alzheimer in höherem Alter zusammenhängen, identifiziert. Ein höherer Bildungsgrad, geringe körperliche Gebrechlichkeit und ein mäßiger bis starker Alkoholkonsum waren dagegen mit einem geringeren Risiko verbunden.

Viele der Risikofaktoren sind veränderbar, lassen sich also durch einen gesünderen Lebensstil verringern. Das schreiben die Studienautoren in der Fachzeitschrift „JAMA Neurology“.

„Dies ist die größte und aussagekräftigste Studie ihrer Art, die jemals durchgeführt wurde“, sagte der Epidemiologe David Llewellyn von der University of Exeter. Sein Kollege Sebastian Köhler von der Universität Maastricht ergänzte: „Aus der Forschung an Menschen, die im höheren Alter an Demenz erkranken, wussten wir bereits, dass es eine Reihe modifizierbarer Risikofaktoren gibt. Neben körperlichen Faktoren spielt auch die psychische Gesundheit eine wichtige Rolle, dazu gehört die Vermeidung von chronischem Stress, Einsamkeit und Depressionen.“

Demenz in frühen Jahren hat schwerwiegende Auswirkungen, da Betroffene häufig noch im Arbeitsleben stehen und Familie haben. Man nimmt an, dass sie genetisch bedingt ist, aber die genauen Ursachen sind unbekannt.

Quelle: DOI 10.1001/jamaneurol.2023.4929

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