Wenn er zum Frühstück lieber ein Brötchen isst und sie zum Rührei greift, könnte das einer neuen Studie zufolge sogar beim Abnehmen helfen. Denn: der Stoffwechsel von Männern und Frauen arbeitet unterschiedlich.

In der Studie wurden mathematische Stoffwechsel-Modelle für Männer und Frauen verwendet. Sie ergaben, dass der männliche Stoffwechsel nach mehrstündigem Fasten besser auf eine kohlenhydratreiche Mahlzeit reagiert, z. B. auf Getreideprodukte. Frauen scheinen dagegen besser mit fetthaltigen Lebensmitteln wie Omeletts und Avocados zurechtzukommen.
„Der Lebensstil ist ein wichtiger Faktor für unsere Gesundheit“, sagte Stéphanie Abo von der Universität Waterloo. „Wir führen ein geschäftiges Leben, daher ist es wichtig zu verstehen, wie scheinbar belanglose Entscheidungen wie die Wahl der Lebensmittel beim Frühstück unsere Gesundheit und unser Energieniveau beeinflussen.“
Deshalb beleuchtete sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Prof. Anita Layton, welche Unterschiede es bei der Fettverwertung von Männern und Frauen gibt. „Da Frauen mehr Körperfett haben als Männer, könnte man meinen, dass sie weniger Fett zur Energiegewinnung verbrennen. Aber das ist nicht so. Die Ergebnisse des Modells legen nahe, dass Frauen unmittelbar nach einer Mahlzeit mehr Fett speichern, während des Fastens aber auch mehr Fett verbrennen“, sagte Layton.
In Zukunft wollen die beiden noch komplexere Stoffwechselmodelle erstellen und neben dem Einfluss auf das Körpergewicht auch Faktoren wie das Alter oder die Phase des Menstruationszyklus mit einbeziehen.
Quelle: DOI 10.1016/j.compbiomed.2024.109024
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern