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7 Mythen rund ums Ei

Diplom-Ökotrophologin Katrin Faßnacht-Lee  |  03.04.2021

Zu Ostern spielen Eier wie jedes Jahr eine Hauptrolle. Zeit, einige Mythen zu überprüfen und Fakten zu schaffen.

Packung mit bunten Eiern.
Bunt gefärbte Eier zu Ostern haben eine lange Tradition.
© Roman Odintsov, Pexels

Glückliche Hühner haben gelberen Dotter

Falsch. Die Eierfarbe hat nichts damit zu tun, ob die Hühner mehr oder weniger Auslauf haben. Sie hängt allein vom Futter der Tiere ab. So sind Dotter von Bio-Eiern häufig sogar blasser, da ein Zusatz von färbenden Carotinoiden im Bio-Futter nicht zugelassen ist. Doch diese Vorstufen von Vitamin A können auch in natürlichem Futter enthalten sein. Je nachdem, was Bio-Hühner zu fressen bekommen, färben sich die Dotter mehr oder weniger stark.

Rohe Eier sind gefährlich

Jein. Um Salmonellenvergiftungen zu vermeiden,  sollte man nur frische, gekühlte Eier verwenden und Speisen mit rohem Ei sofort aufbrauchen. Das gilt auch für weiche Frühstücks- oder Spiegeleier. Bei warmem Wetter sollten Speisen, die rohes Ei enthalten, immer gekühlt transportiert werden. Sonst können sich eventuell enthaltene Salmonellen schnell ausbreiten und eine Lebensmittelvergiftung auslösen.

Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Jein. Eier enthalten relativ viel Cholesterin. Sie standen deswegen lange unter Verdacht, einen negativen Einfluss auf den Cholesterinspiegel zu haben. Fakt ist: Cholesterinreiche Lebensmittel spielen beim Cholesterinspiegel nur eine kleine Rolle. Wie stark genau sich die Aufnahme von Cholesterin durch Lebensmittel auswirkt, ist allerdings von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Gesunde Menschen müssen auf das Frühstücksei nicht verzichten, solange sie sich sonst ausgewogen ernähren. Wer stark erhöhte LDL-Cholesterinwerte hat, bespricht am besten mit seinem Arzt, inwieweit er die Cholesterinaufnahme einschränken sollte.

Frische Eier sind am besten

Fast. Generell gilt es natürlich, frischen Eiern den Vorzug zu geben. Aber bis ein Ei sein volles Aroma entfaltet, braucht es eine Reifezeit von etwa 3 Tagen. Bis zum neunten Tag gilt ein Ei als "extra frisch", ab dem achtzehnten Tag gehören Eier unbedingt in den Kühlschrank. Das Mindesthaltbarkeitsdatum – 28 Tage nach dem Legen – steht immer auf der Packung. So lässt sich das Alter des Eies leicht berechnen. 

Eierfarben lösen Allergien aus

Manchmal. Empfindliche Menschen sowie Familien mit kleinen Kindern sollten mit herkömmlichen Eierfarben vorsichtig sein. Manche enthalten sogenannte Azofarbstoffe, die allergieähnliche Reaktionen auslösen können. Denn durch winzige Risse gelangen diese auch ins Ei. Keine Gefahr besteht dagegen bei Farben auf natürlicher Basis. Ausgangsstoffe dafür, wie Birken- oder Mateblätter, getrocknete Heidelbeeren oder Curcuma-Wurzel, gibt es übrigens auch in der Apotheke vor Ort.

Abschrecken hilft beim Pellen

Nein. Obwohl diesen Trick fast jeder gelernt hat, bringt er nichts. Das lässt sich selbst durch Austesten herausfinden. Was jedoch hilft: Wer Eier erst einmal ein paar Tage liegen lässt, kann sie nach dem Kochen besser pellen als ganz frische. Nach etwa zwei Wochen gelingt dies am besten. Das hat damit zu tun, dass bei älteren Eiern die Schalenhaut nicht mehr so fest ans Eiweiß gebunden ist und sich demzufolge besser ablöst.

Braune Hühner legen braune Eier

Meistens stimmt das. Aber ganz genau vorhersagen lässt sich die Eierfarbe anhand der Farbe des Gefieders nicht. Einen besseren Hinweis auf die Schalenfarbe sollen die Ohrläppchen – Hühner haben tatsächlich welche – geben. Sind diese weiß, werden auch die Eier weiß. Jedenfalls bei reinrassigen Hühnern. Und eines steht fest: Legt ein Huhn einmal ein weißes Ei, kommen immer weiße heraus. Und das gilt auch für braune.

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