Arzneimitteldatenbank

Muskelschmerzen (Myalgie)

Was ist das? - Definition
Muskelschmerzen oder Myalgien sind Schmerzen, die in einzelnen Muskeln oder auch ganzen Muskelgruppen auftreten. Sie können plötzlich beginnen oder sich langsam entwickeln. Häufig entstehen sie durch Überlastung, Verspannungen oder Infekte. Die Beschwerden reichen von leichtem Ziehen bis zu starken Schmerzen, die die Bewegung einschränken.



Krankheitsbild
Bei einer Myalgie handelt es sich um Schmerzen im Muskelgewebe. Diese können lokal begrenzt sein oder mehrere Bereiche betreffen. Die Beschwerden entstehen oft durch Überbeanspruchung oder ungewohnte Belastung. Auch Stress oder langes Sitzen können eine Rolle spielen. Die Schmerzen treten sowohl in Ruhe als auch bei Bewegung auf und können den Alltag spürbar beeinträchtigen.

Symptome/Verlauf
Typisch sind ziehende oder drückende Schmerzen, manchmal begleitet von Verspannungen oder Steifheit. Die Beschwerden können plötzlich auftreten, etwa nach intensiver Belastung, oder sich über Stunden entwickeln. Manche Betroffene berichten über Müdigkeit oder ein Schwächegefühl in den betroffenen Bereichen. Meist bessern sich die Symptome innerhalb weniger Tage, bei anhaltender Belastung können sie jedoch länger bestehen bleiben.

Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen sind Muskelschmerzen harmlos und vorübergehend. Bleiben sie jedoch bestehen, kann es zu chronischen Verspannungen kommen. In seltenen Fällen weisen starke oder ungewöhnliche Schmerzen auf eine ernstere Ursache hin. Zu den Warnsignalen zählen zunehmende Schwäche in den betroffenen Stellen, starke Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen ohne erkennbare Auslöser.

Ursachen/Risikofaktoren
Muskelschmerzen entstehen häufig durch Überlastung, Fehlhaltungen oder Bewegungsmangel. Auch Infekte oder bestimmte Erkrankungen können eine Rolle spielen. Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:

  • Bewegungsmangel

 

  • Stress

 

  • Überbeanspruchung

 

  • ungünstige Körperhaltung

Manchmal treten Myalgien auch ohne klar erkennbare Ursache auf.

Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt je nach Ursache auf entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffgruppen, Physiotherapie oder gezielte Übungen.
Das kann man selbst tun: Sanfte Bewegungen, Wärme und Entlastung der betroffenen Stellen wirken lindern. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen auftreten, die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist oder die Beschwerden nicht nachlassen. Dann sollte ärztliche Abklärung erfolgen.


Bearbeitungsstand: 27.03.2026

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Datenbank enthält keine homöopathischen und anthroposophischen Arzneimittel.

 

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