Durchbruchschmerz
Was ist das? - Definition
Durchbruchschmerz bezeichnet einen plötzlich auftretenden starken Schmerz, der trotz einer bestehenden Grundschmerztherapie entsteht. Er tritt meist kurz und heftig auf und kann Betroffene stark beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Durchbruchschmerzen treten zusätzlich zu einem bereits behandelten Dauerschmerz auf. Sie beginnen meist abrupt, erreichen schnell eine hohe Intensität und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. Häufig betreffen sie Menschen mit chronischen Erkrankungen, bei denen eine regelmässige oder dauerhafte Schmerztherapie notwendig ist. Die Anfälle können mehrmals täglich auftreten und lassen sich oft schwer vorhersehen.
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein plötzlich einschiessender Schmerz, der sich deutlich vom gewohnten Dauerschmerz unterscheidet. Er kann wenige Minuten bis zu einer Stunde anhalten. Häufige Merkmale sind:
- rascher Beginn
- starke Schmerzintensität
- kurze Dauer
- wiederkehrende Episoden
Der Verlauf hängt stark von der zugrunde liegenden Erkrankung und der Wirksamkeit der Grundtherapie ab. Manche Betroffene erleben die Anfälle täglich, andere nur gelegentlich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Durchbruchschmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Sie führen oft zu Schlafstörungen, Erschöpfung und Angst vor dem nächsten Anfall. In schweren Fällen kann die körperliche Aktivität eingeschränkt sein. Wiederholte Schmerzspitzen können zudem die Grundschmerztherapie destabilisieren.
Ursachen/Risikofaktoren
Durchbruchschmerzen können verschiedene Auslöser haben. Häufig entstehen sie, wenn die Wirkung der Dauermedikation vorübergehend nicht ausreicht. Auch körperliche Belastung, bestimmte Bewegungen, zusätzlicher Stress oder medizinische Eingriffe können Anfälle auslösen. Bei Tumorerkrankungen treten sie besonders häufig auf. Generell besteht ein erhöhtes Risiko, wenn die Grundschmerztherapie nicht optimal eingestellt ist.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er passt in der Regel die Schmerztherapie an und setzt bei Bedarf schnell wirksame Wirkstoffgruppen ein.
Das kann man selbst tun: Mögliche Auslöser beobachten und bei Bedarf auf körperliche oder psychische Belastungen reagieren. Grenzen bestehen, wenn die Schmerzen sehr stark, häufig oder unvorhersehbar auftreten. Dann ist unbedingt ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
J. Student et al., Palliative Care, Thieme, (2007) - H. Huber et al., Checkliste Schmerztherapie, Thieme, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Die Datenbank enthält keine homöopathischen und anthroposophischen Arzneimittel.
Einfach und schnell Medikamente finden
Unsere Arzneimitteldatenbank hilft Ihnen, wenn Sie ein Medikament suchen – ob rezeptfrei oder rezeptpflichtig. Geben Sie einfach den Namen des Arzneimittels, einen Wirkstoff oder Ihre Beschwerden in die Suchbox ein. Die Medikamentensuche zeigt Ihnen in deutschen Apotheken verfügbare Präparate, inklusive Informationen zu Anwendungsgebieten, Wirkung, Dosierung, Darreichungsformen und Packungsgrößen. Sie erhalten zudem detaillierte Angaben zu möglichen Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Gegenanzeigen.
Mit Beipackzettel und Fotos
In vielen Fällen können Sie sich den Beipackzettel herunterladen und vergrößerte Abbildungen der Arzneiformen anschauen. Ideal zur schnellen Orientierung vor dem Apothekenbesuch oder der näheren Information über ein neu vom Arzt verschriebenes Arzneimittel.
Bitte beachten Sie: Die Datenbank enthält keine Nahrungsergänzungsmittel und keine homöopathischen oder anthroposophischen Präparate.