SeniorenGesundheit

Glückstagebuch: Ein dankbares Herz ist gesünder

10.04.2015

Wer genau hinsieht, kann in seinem Leben vieles entdecken, das positiv ist. Forscher fanden jetzt heraus, dass es nicht nur der Seele, sondern auch der Herzgesundheit gut tut, die positiven Seiten des Lebens wahrzunehmen und dankbar dafür zu sein. Ein Glückstagebuch kann dabei helfen.

Frau in den 60ern, grauhaarig, lächelnd, schreibt in Tagebuch
Tagebuch zu schreiben kann der Psyche und dem Herz gut tun.
© pressmaster - Fotolia

Positives zu erkennen und dankbar dafür zu sein, verbesserte sowohl die mentale als auch die körperliche Gesundheit von Patienten, die unter einer Herzschwäche litten. Das berichtet Paul J. Mills von der University of California in San Diego gemeinsam mit Kollegen in der Fachzeitschrift Spirituality in Clinical Praxis. „Wir haben herausgefunden, dass mehr Dankbarkeit mit einer besseren Stimmung, besserem Schlaf, weniger Müdigkeit und geringeren Mengen an Entzündungsmarkern, die sich auf die Herzgesundheit auswirken, zusammenhing“, sagt der Professor für Familienmedizin und öffentliche Gesundheit. Bei allen 186 Studienteilnehmern war zuvor eine Herzschwäche diagnostiziert worden, die jedoch noch keine größeren Beeinträchtigungen hervorrief. Dieses Stadium sei ein therapeutisches Fenster, bei dem Ärzte versuchen können, das Fortschreiten der Krankheit hin zu einer Herzschwäche mit Symptomen aufzuhalten, so Mills.

Der Studie zufolge hilft ein Glückstagebuch Menschen dabei, Momente einzufangen, für die man dankbar sein kann. Bei Patienten, die über acht Wochen hinweg drei Dinge notierten, für die sie die meisten Tage einer Woche dankbar waren, verringerten sich die Pegel einiger wichtiger Entzündungsmarker im Blut. Außerdem verbesserte sich bei ihnen in dieser Zeit die Fähigkeit, den Herzrhythmus zu verändern, die sogenannte Herzfrequenzvariabilität. Man gehe davon aus, dass sich mit einer größeren Variabilität der Herzfrequenz das Risiko für das Herz verringere, so die Forscher. Für alle, denen Tagbuchschreiben nicht liegt, gibt es andere Möglichkeiten, sich der täglichen Glücksmomente bewusst zu werden. Zum Beispiel: Eine kleine Anzahl von Erbsen oder Bohnen in die Tasche stecken und bei jedem schönen Erlebnis eine davon in die andere Tasche wandern lassen.

HH

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