Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition
Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äussert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmässiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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