Apotheker helfen in der Sahelzone

Schnell und unkompliziert hat die Hilfsorganisation Apotheker helfen e.V. in der afrikanischen Sahelzone drei Millionen Wasserentkeimungstabletten für hungernde Menschen und Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.

Esel in einem Dorf in Mali
Wegen der langen Trockenperiode in diesem Jahr droht in Mali eine Hungerkatastrophe.
© nyiragongo - Fotolia

In diesem Jahr hat die Trockenperiode in Afrika früher begonnen als in den vergangenen Jahren. Vor allem in den Ländern Mali, Niger und Burkina Faso droht aktuell eine Hungerkatastrophe. Apotheker helfen e.V. hat schnell reagiert: In einem ersten Schritt sandte die Hilfsorganisation eine Million Wasserentkeimungstabletten nach Mali und Burkina Faso. Geschäftsführer Dr. Gerhard Gensthaler: "Schnelle Hilfe war möglich, da wir in einem Lager in Bangladesh stets eine große Menge an Wasserentkeimungstabletten auf Vorrat halten. Das ermöglicht uns ein schnelles Eingreifen, wenn es im Südosten Asiens zu Zyklonen oder einem Tsunami kommt. Nun haben wir 1 Million Tabletten aus unserem Lager in Asien in die Sahelzone transferiert.“

"Bereits wenige Tage später erreichte uns die dringende Bitte um Nachschub", sagte Gensthaler. "Konkret geht es um die Herstellung von sauberem Trinkwasser für Tuareg-Flüchtlinge aus Mali in der Stadt Dijbo und der Flüchtlingssiedlung Damba in Burkina Faso." Daraufhin schickte Apotheker helfen e.V. weitere zwei Millionen Tabletten zur Wasserentkeimung ins Krisengebiet. Mit den Tabletten können zwei Millionen Liter Trinkwasser gereinigt werden – ein wichtiger Beitrag zum Schutz vor Infektionskrankheiten und Seuchen. Die gespendeten Tabletten haben einen Gesamtwert von rund 27.000 Euro.

Die Sahelzone erstreckt sich quer über den afrikanischen Kontinent und stellt die Übergangszone zwischen der Sahara im Norden und den Savannen im Süden dar. Längere Dürrezeiten sind in der südlichen Sahelregion vor allem im Sommer häufig. Das Entwicklungshilfeministerium in Berlin schätzt, dass aktuell mehr als zehn Millionen Menschen vom Hunger bedroht sind. Auch das Flüchtlingshilfswerk der UN, kurz UNHCR, ist bereits vor Ort aktiv.

RF/BLAK

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