Arzneimittel

Weniger Arzneimittelausgaben, weniger Packungen, weniger Rezepte

02.09.2011

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Hessen sind im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,6 Prozent zurückgegangen. Sie sanken um rund 19 Millionen Euro auf 145,4 Millionen Euro gegenüber 164,6 Millionen Euro im Juli 2010, das teilt der Hessische Apothekerverband (HAV) mit.

Sinkende Arzneimittelausgaben bei den Krankenkassen
Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Hessen sind im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,6 Prozent zurückgegangen.
© Techniker Krankenkasse

Von Januar bis Juli 2011 betrug der Ausgaben-Rückgang 6,4 Prozent und war damit noch um einen Prozentpunkt höher als der Bundesdurchschnitt. In diesen Zahlen sind noch nicht einmal die Einsparungen der Krankenkassen durch die Rabattverträge eingerechnet, die im letzten Jahr bei 1,3 Milliarden Euro lagen. Die Spitzenverbände der Kassenärzte und Krankenkassen hatten für das Gesamtjahr 2011 einen leichten Anstieg von 0,2 Prozent eingeplant.

Wie der HAV weiter mitteilt, ist auch die Zahl der Packungen gesunken. Rund 280.000 Packungen weniger, das ist ein Minus von 6,8 Prozent, wurden gegenüber dem Juli 2010 an die Patienten abgegeben. Insgesamt verließen 3.828.000 Packungen die Apotheken. 2010 waren es noch 4.108.000 Stück.

Dabei verschrieben die Ärzte nicht nur weniger Packungen, sie stellten auch weniger Rezepte aus. Hier war ein Rückgang um 163.000 Rezepte beziehungsweise 6,4 Prozent zu verzeichnen. Die Rezeptzahl sank von 2.560.000 auf 2.397.000 im Juli 2011.

Vor allen Dingen die sinkende Packungszahl macht dabei den Apothekern schwer zu schaffen. Pro Packung erhält der Apotheker für die Jahre 2011 und 2012 einen festen Betrag von 6,05 Euro. Davor lag er bei 6,35 Euro. "Diese Maßnahme und die sinkenden Packungszahlen treiben viele Apotheken an den Rand des Ruins. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, für das Jahr 2012 die Reduzierung wieder auszusetzen", so der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Peter Homann.

HAV

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