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Danke sagen und aufklären: Tag der Organspende

05.06.2015

Am 6. Juni ist der bundesweite Tag der Organspende. Dieser Aktionstag soll Vorurteile aus dem Weg räumen, mehr Menschen dazu motivieren, einen Organspendeausweis auszufüllen und gibt Empfängern die Chance, sich bei ihren Spendern zu bedanken.

Ein älteres Pärchen umarmt sich und lacht.
Wer seine Organe nach dem Tod spenden möchte, kann dies festlegen, indem er einen Organspendeausweis mit sich trägt.
© Kzenon - Fotolia

Überall in Deutschland setzen sich am 6. Juni Menschen gemeinsam dafür ein, dass sich mehr Bürger mit der Frage der Organspende auseinandersetzen und ihre Entscheidung treffen. „Jeder von uns kann schon morgen in die Situation kommen, eine Organspende zu benötigen, sei es durch eine Krankheit oder einen Unfall“, so Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. In Deutschland würden mehr als 10.000 Menschen auf ein Spenderorgan warten. Vielen von ihnen könnte geholfen werden, wenn mehr Menschen einen Organspendeausweis mit sich tragen würden. Die zentrale Großveranstaltung findet in diesem Jahr in Hannover statt. Ein Höhepunkt des Programms ist die Aktion „Geschenkte Lebensjahre“, bei der sich Organempfänger auf der Bühne versammeln und sich bei ihren Spendern für die geschenkte Lebenszeit bedanken. 976 geschenkte Jahre kamen insgesamt beim letzten Tag der Organspende in Stuttgart zusammen. In kleinen Talkrunden auf der Bühne wird die Organspende im Anschluss aus medizinischer und auch ganz persönlicher Sicht aufgegriffen, und es sollen möglichst viele Fragen beantwortet werden. Besucher können in Pavillons mit Experten, Transplantierten und Angehörigen von Organspendern ins Gespräch kommen. Für alle Besucher, die sich selbst auf Herz und Nieren prüfen lassen möchten, werden Lungenfunktionstests, Blutdruckmessung und Nierenultraschall angeboten.

Die Zahl der Menschen, die bereit sind, nach dem Tod ihre Organe zu spenden, ist zwar laut einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für politische Aufklärung gestiegen. Trotzdem fühlen sich mehr als die Hälfte der Befragten noch weniger gut bis schlecht informiert. "Je informierter die Menschen sind, desto eher sprechen sie sich für eine Organspende aus", sagt Dr. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Am Aktionstag klären Experten daher über die Voraussetzungen und Abläufe einer Organspende auf. Der Tag der Organspende wurde 1983 von verschiedenen Selbsthilfeverbände, Dialyse- und Transplantationszentren ins Leben gerufen und findet immer am ersten Samstag im Juni statt.

NK

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